29. März 2010
Der große Hype um CSS-Frameworks scheint vorbei. Nachdem die Blogosphäre in 2008 erschöpfend über das Thema berichtet hat, übernehmen nun mehr und mehr Agenturen die dahinter stehenden Denkansätze zur Layoutentwicklung in ihren Projektalltag. Im Rahmen einer Session auf der WebTech 2009 habe ich versucht, die möglichen Vorteile und die Grenzen der Frameworknutzung im professionellen Umfeld herauszuarbeiten.
Mit leichter Verspätung (was sind heutzutage schon 4 1/2 Monate) gibt es jetzt auch die Folien meines Überblicksvortrags zum aktuellen Stand bei den CSS Frameworks zur WebTech 2009 in Karlsruhe. Thematisch ist es ein kommentierter Überblick, der aktuell in CSS- oder allgemein Layout-Frameworks (wie ich es treffender finde) umgesetzten Gestaltungsansätze.
Die aus meiner Sicht wichtigsten Erkenntis ist eine bessere und einfachere Definition eines Layout-Frameworks, welches folgenden Grundsätzen gerecht werden sollte:
- Generisch
- Funktionalität ist unabhängig von visueller Gestaltung
- Wiederverwendbar
- Kombinierbare, nach Funktionen getrennte, standardisierte Bausteine
- Robust
- Aufrechterhaltung der Funktion unter wechselnden Anwendungszenarien
Darüber hinaus geht meiner Meinung nach der Ansatz der verschiedenen Reset-Stylesheets zu weit. Verglichen habe ich hierbei Eric Meyers Reset-CSS und das Reset von YUI2. In beiden Ansätzen werden Darstellungsunterschiede zwischen verschiedenen Browsern beseitigt, aber quasi als Kolateralschaden dieser Maßnahmen gehen auch zahlreiche sinnvolle Voreinstellungen der Browser verloren. Hier bin ich seit je her anderer Meinung, weshalb der Reset-Baustein von YAML auch etwas anders aussieht. Wie die beigefügten Zitate zeigen, stoßen hier unterschiedliche Philosophien aneinander.
Informationen
Der Vortrag wurde am 18. November 2009 anlässlich des WebTech Conference 2009 in Karlsruhe gehalten. Die Folien gibts bei SlideShare.