Montag25. September 2006

Seit heute ist Adobe Lightroom in der Beta4 für Mac- und Windows-Rechner. Die Entwickler wahren fleißig und haben massiv an der Featureschraube gedreht. Nach dem ersten Eindruck scheinen Mac- und Windows-Fassung nun weitgehend den gleichen Funktionsumfang zu haben. Doch der Reihe nach.

Zunächst möchte Lightroom die Datenbank der B3 aktualieren. Es tat es und das Ergebnis waren graue Flächen. Irgendwie war meine Datenbank defekt und musste neu generiert werden. Ärgerlich soweit aber verschmerzbar denn es ist eine BETA. Bei der Gelegenheit fällt auf, dass das gesamte Preview- und Thumbnailerzeugungs-System überarbeitet wurde. Die Windows-Version läuft deutlich schneller als noch in der Beta3. Auch die Oberfläche hat eine Überarbeitung erfahren. Die vielen kleinen neuen Einstellungen brauchten wohl einfach Platz. Was mir hingegen gar nicht gefällt ist der Zustand, in dem sich LR in der deutschen Fassung (ja, die gibts jetzt automatisch) präsentiert. Es gibt ein größeres Problem mit der Lokalisierung, was - siehe Screenshot - zu einer teilweise heftig verunstalteten Oberfläche führt und dem Anwender einige Mühe, die dahinterliegende Funktion zu erkennen. Auch die seitlichen Werkzeugebenen leiden darunter, weil sie aufgrund übergroßer Texte aus dem sichtbaren Bereich geschoben werden. Leider lässt sich nirgends in Lightroom die Sprache umstellen, so dass ich die englische Fassung bisher nicht ausprobieren konnte.

Begeistert bin ich hingegen von den Änderungen im Entwickler-Tool (Developer). Hier sind nun endlich die ersten Inspirationen aus dem RAW-Shooter eingeflossen. Der Vibrance-Regler, eine nicht-lineare Sättigungssteuerung, ist ein Traum und vielen RAW-Shooter Nutzern wohl vertraut. Ein Recovery-Regler kümmert sich um die Wiederherstellung von Details in extrem hellen und dunklen Bereichen. Überhaupt ist arbeiten die Regler nun spürbar intuitiver. Bei der Beta3 war der Kontrastregler aufgrund seiner extremen Auswirkungen kaum verwendbar. In der neuen Beta funktioniert er nun wieder wie erwartet. Auch die Gamma-Korrektur wurde überarbeitet. Insgesamt stimmt die Richtung also und ich freue mich immer mehr auf die fertige Version. Allerdings hoffe ich, dass es schnell eine korrigierte Fassung mit einer zumindest fehlerfreien Lokalisierung geben wird, bei der die Benutzeroberfläche wieder fehlerfrei dargestellt wird.

Nachtrag: Wie immer vorbildlich die PhotoshopNews mit einem umfassenden Bericht zur den Features und den Änderungen im Develop-Modul der Beta4.

Nachtrag 2: Das Lokalisationsproblem scheint die deutsche Version nicht allein gepachtet zu haben. Auch mit der französischen Version gibts Probleme. Aber alles halb so wild, in den Lightroom Foren bei Adobe werden bereits bereinigte Fassungen der jeweiligen Sprachdateien angeboten. (siehe Bereinigte deutsche Sprachfassung)


Dienstag05. September 2006

Verwirrende Worte aus einem ungewöhnlichen Brief, der am Montag in meinem Briefkasten gelandet war. Dazu ein irgendwie nachgemacht aussehender Schlüssel mit einer Codenummer. Weiterhin ein unvollständiger Absender und Ein Poststempel, der nicht erkennen lässt, wo das Teil hergekommen ist. Irgendwie war das schon alles ein bisschen spannend und ich habe ein Weilchen mit Google geredet, um hinter das Geheimnis zu kommen.

Montag war meine Suche erfolglos, heute weiß ich schon etwas mehr. Ich bin jedenfalls nicht der einzige, der einen solchen Brief bekommen hat. Absender ist offensichtlich Erik, der in seinen aktuellen Blogartikeln allerdings nur wage über sein aktuelles “Projekt” spricht. Hier gibt es wohl eine Liste aller bekannten Brieferhalter, allerdings scheint die Seite zur Zeit überlastet zu sein.

Fragen über Fragen. Bisher ergehen sich alle Mitleidenden in Spekulationen über die Aktion. Mal sehen, ob und wie sich diese Geschichte weiterentwickelt. Für Hinweise bin ich jedenfalls dankbar.


Samstag02. September 2006

Und wieder wagt ein Fotoblogger den Schritt aus dem Netz in die reale Bilderwelt. Thomas Mellenthin eröffnet am 8. September seine erste eigene Fotoausstellung in der Bar Gelb in Potsam. Herzlichen Glückwunsch, Melle und maximale Erfolge. Ich habe Thomas letztes Jaher persönlich kennengelernt, als er zu meiner ersten Ausstellung nach Dresden kam und wir anschließend gemeinsam zu einem abendlichen Fotoshooting losgezogen sind.

Solch eine Ausstellung und insbesondere die Vernissage sind immer mit Herzklopfen verbunden aber das geht ganz schnell vorbei, wenn man das erste Schwätzchen mit seinen Gästen über die eigenen Bilder hält. Leider kann ich zur Eröffnung nicht kommen, aber die Bilder hängen ja sicherlich eine Weile, so dass sich vielleicht später noch die Zeit für einen Besuch in Potsdam findet. Also, wer Zeit hat - hinfahren, ansehen.


Yousif von Tredosoft hat erneut zugeschlagen und ein neues Script bereitgestellt, welches den IE7 RC1 (Release Candidate 1) ohne Installation zum Laufen bringt. Diesmal ist alles noch komfortabler denn das kleine Installer-Script kümmert sich sowohl um den Download des IE7 als auch um die Installation der notwendigen Updates bis hin zur Erstellung eines Desktop-Icons. Einfacher gehts nicht mehr und dem Test des neuen Microsoft-Browsers steht nun wirklich nichts mehr entgegen.

In der neuen Scriptversion sieht man nicht einmal mehr das Console-Fenster, in welchem die für den Start dies IE7 kurzfristig gesetzten Registry-Einträge modifiziert werden. Diese Einträge werden wenige Sekunden nach dem Start des Browsers wieder gelöscht, sodass ein gleichzeitiges Arbeiten mit dem IE6 jederzeit möglich ist. Ich hoffe, nachdem der IE7 entgültig draußen ist, gibt es eine solche Lösung auch für den IE6, der derzeit noch in meinem System fest verankert ist.

Auf der Webseite wird auch darauf hingewiesen, dass für Conditional Comments mit dieser Lösung nur bedingt funktionieren. Um eine korrekte Fallunterscheidung zwischen den einzelnen Browsern zu ermöglichen, ist ein händischer Eingriff in die Registry erforderlich, der auch genau beschrieben wird. In dieser Standalone-Variante erhält der IE7 RC1 alle Anweisungen, die per CC übergeben werden. Er lässt sich also beispielsweise mit <!—[if lte IE 6]> nicht explizit ausschließen. Für Tests mit YAML ist dieser Umstand jedoch nebensächlich, da hier die Fallunterscheidung über die diversen Parser-Bugs der älteren Browserversionen vorgenommen wird.

Und weil wir gerade beim Testen von neuen Browserversionen sind: Auch der Firefox 2.0 Beta 2 ist in dieser Woche erschienen. Unglücklicherweise lässt sich auch der Firefox nur ungern in mehreren Versionen parallel installieren, was vom Testen neuer Betas abschreckt, da immer die Gefahr besteht, dass Plugins den Kompatibilitätstest nicht bestehen und abgeschaltet werden. Kehrt man anschließend zur aktuellen Version zurück, hat man den Salat. Einen Ausweg bieten hier die portablen Varianten des Firefox, die keine Installation erfordern. Auf Cybernet.com gibt es diese regelmäßig und seit kurzem auch die Firefox 2.0 Beta2 RC1 (Portable) Fassung. Einfach entpacken, starten und nach Belieben testen. Voilla, alles läuft - nix installiert, keine nervigen Pluginprobleme. Diese und weitere Portable-Versionen beliebter Software gibts auf PortableApps.com.


Seite 1 von 1 Seiten