Dienstag12. Juni 2007

Ich komme ja leider im Moment nicht wirklich viel zum bloggen (YAML V3 ist in der Endphase). Die gestrige Meldung, dass Apple den Safari mit Version 3 nach Windows portiert und damit dem Firefox und IE7 Konkurrenz machen will - das hätte schonmal verdient, das eigene Blog zu füttern. Dachte ich, doch mal wieder waren viele andere Blogger schneller und verkündeten die Ankunft des Heilands aus dem OS-X-Reich.

Leider war der wirkliche Auslöser für diesen Beitrag jedoch weniger erfreulich, denn was den ach so wenig “hippen” Windows-Nutzer nach der Installation der öffentlichen Beta des neuen Windows-Safari erwartet ist nicht gelinde gesagt - zum Abschalten. Die Rendering-Engine ist dermaßen verbugt, dass der Browser außerhalb der Apple-Homepage kaum zu benutzen ist. Es findet sich kaum eine halbwegs aktuelle Webseite, die nicht mit gravierenden Darstellungsfehlern angezeigt wird. Zu allem Übel konzentrieren sich die Bugs bei der Darstellung von Listen, wodurch heutzutage übliche Listen-Navigationen auf vielen Webseiten entweder gar nicht oder nur eingeschränkt benutzbar sind.

Das ist dann schon böse und ich muss sagen, das sieht sehr nach einem Schnellschuss aus, den Apple eigentlich nicht nötig hat. Der Safari hat maximal Alpha-Status und ist in diesem Zustand ganz sicher kein Kandidat, mit dem man IE7 oder Firefox-Nutzer von den zweifellos vorhanden Qualitäten des bekannten Mac-Browsers überzeugen kann. Ich kann nur hoffen, dass Apple hier möglichst schnell korrigierend eingreift, bevor sich die Windows-Gemeinde aufgrund dieser Beta-Version ein vernichtendes Urteil des für den Herbst angekündigten Browsers gebildet hat.

Ich gebe zu, ich bin in diesem Punkt sehr empfindlich aber ich erinnere bei dieser Gelegenheit mal an die Spießrutenläufe, die der IE7 in der Beta-Phase teilweise über sich ergehen lassen musste. Und dabei bin ich Firefox-Fan. Dieses Stück Software taugt in diesem Zustand leider zu gar nichts. Gerade für Webdesigner wäre es imens wichtig, den Safari zu Testzwecken unter Windows nutzen zu können. Allerdings zerstört man mit solchen Schnellschüssen das Vertrauen und den Glauben daran, dass OS-X- und Windows-Version eine identische Ausgabe produzieren.


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