Montag03. November 2008

Wer Webseiten auf möglichst schnelle Ladegeschwindigkeit hin optimieren will, benötigt spezielle Tools, um die Ladereihenfolge und die Ladezeiten zu protokollieren, denn diese bilden die Grundlage für die Suche nach Performance-Stellschrauben bzw. sie geben Hinweise auf die Ursachen bei Performance-Problemen.

Für den Firefox gibt es den Netzwerk-Reiter in der Firebug-Extension (v1.2.1), welche eben diese Auskünfte liefert. In einem Balkendiagramm werden vertikal die einzelnen Objekte entsprechend der Reihenfolge ihrer Anforderung beim Server aufgelistet, horizontal verläuft die Zeitachse, welche Aufschluss über den Start des Requests und die Zeit bis zum erfolgreichen Abschluss des Ladevorgangs gibt. Nach dem erfolgreichen Seitenaufruf lassen sich für jedes geladene Element Detailinformationen ausgeben, wie etwa den Cache-Status des Objektes, Lebensdauer im Cache ect. abrufen. Kleiner Nachteil: Firebug stellt den Zeitraum zwischen der Serveranfrage und dem erfolgreichen Abschluss des Ladevorgangs undifferenziert dar und gibt keine Auskunft über Latenzzeiten und effektive Ladezeiten.

Für den Safari 3.x übernimmt die Netzwerk-Timeline des Web Inspectors (dem im Safari eingebauten Developer-Tool) diese Aufgabe und unterscheidet farblich zwischen Stylesheets, Grafiken und JavaScript-Dateien. Die Anzeige differenziert aktuell jedoch auch noch nicht zwischen Warte- und effektiven Ladezeiten (Die akutellen Nighty-Builds der Webkit-Engine sind wohl hier schon besser). Wie auch beim Firefox bringt ein Klick auf das jeweilige Objekt weitere Detailinformationen hervor.

Für den Opera-Browser habe ich leider bisher kein solches Tool ausfindig machen können, dafür jedoch – man höre und staune – für den Internet Explorer 6 und 7 ... von AOL. Das Tool nennt sich AOL Pagetest und kann sowohl unter XP als auch unter Vista einfach installiert werden und steht dann im Browser über das Extras-Menü zur Verfügung.

Und bei dem AOL Tool habe ich dann wirklich gestaunt, dieses weist ausgesprochen ausführlich in Zahlen und mit Farbkodierung im Diagramm Latenzzeiten und Ladezeiten gesondert aus - Respekt. Und weil das noch nicht reicht, gibts das Tool gleich noch als Webdienst, der neben dem IE7 und der aktuellen Beta2 des IE8 dem Nutzer auch die Wahl zwischen einem einmaligen Seitenaufruf und wiederholten Aufrufen ermöglicht, um die Auswirkung des clientseitigen Cachings zu berücksichtigen. Ganz großes Kino von AOL.


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