Montag30. November 2009

Das Barcamp Mainz ist vorüber und damit eines der besten Barcamps, dass ich in den letzten 3 Jahren miterleben durfte. Das Hörsaalgebäude der Naturwissenschaften auf dem Campus der Uni Mainz war das erste der vielen guten Entscheidungen des Orga-Teams. Organisation, Verpflegung, Sessionangebot… alles wie man es sich wünscht, um sich in entspannter Atmosphäre über 2 Tage den unterschiedlichsten Themen hinzugeben.

Insbesondere das breitgefächerte Themenangebot hat es mir dieses Mal angetan. So umfasste mein persönlicher Sessionplan eine CMS-Diskussion, Rechtfragen in Social Networks, Rapid Prototyping mit jQuery, User Interface Design aus Spiele-Sicht, Erfahrungsberichte von Freelancern sowie zahlreiche kurze und einige längere Gespräche bei Kaffee und leckerem Kuchen. Ich selbst habe die Gelegenheit genutzt, nach ca. 8 Monaten und ca. 6000 Zeilen JS-Code ein erstes Feedback zu meinem aktuellen Projekt einzuholen.

Und abseits der Sessions sind Barcamps eben auch immer wieder eine tolle Gelegenheit, bekannte und unbekannte Gesichter zu treffen, sich auszutauschen und über alle möglichen und unmöglichen Dinge zu schwatzen. Und genau für diese entspannte Atmosphäre danke ich dem Orga-Team. Allen voran Darren Cooper, dessen herzerwärmende, lebensfrohe englische Art ich an zwei Abenden im #csshaus als Gast von Jens erleben durfte. Und so war ich denn einerseits etwas traurig, dass Sonntag 15:00 das Barcamp für mich bereits zu Ende war - mein Flieger nach Dresden wartete auf mich - andererseits bin ich selten so motiviert aus einer Veranstaltung gegangen wie dieses Mal.

Jederzeit gerne wieder ... wir sehen uns Mainz.


Dienstag24. November 2009

... oder wie es die Prophezeihung in den alten Schriften von Kobol ankündigt: "Dies ist alles schon einmal passiert, es wird wieder passieren". Leider sind die wenigsten Gruselgeschichten so gut, dass man sich auf eine Fortsetzung freut. Dennoch präsentiere ich heute den offiziellen Nachfolger meines letztjährigen Wintermärchens.

Die Vorgeschichte

Es begab sich im Sommer zu 2009, als ein aufstrebener Webentwickler, ich nenne ihn Herrn X. seine eigene Webseite neu einrichten wollte. Da die eigene Kreativität wohl gerade gemeinsam mit seinem Verstand auf Badeurlaub in der Karibik waren, griff Herr X. von jeglichen Hemmungen befreit in eine der unteren Schubladen des guten Benehmens, setzte seine copy & paste Mütze auf und streifte durchs Internet: Warum sich etwas neu ausdenken, was andere schon so übersichtlich und ansprechend hinbekommen haben? Letztlich sind wir doch eh eine große Familie im Web … und so fand er meine Webseite. Und diese gefiel ihm vom Aufbau und Design so einmalig gut, dass er seine ganz genauso aufgebaut und aussehen sollte. Nur hier und da einige winzige Änderungen – der individuellen Note wegen – ein Tüpfelchen Farbe hier und eine runde Ecke da, ganz dezent natürlich, die Vorlage war für ihn schließlich schon so nahe der Perfektion. Schön auch, dass ich seinerzeit einen längeren Blogbeitrag zu meinen Designentscheidungen verfasst hatte. Das hatte auch Herr X. bemerkt und erwähnenswerte Passagen kurzerhand in den Relaunch-Beitrag seines neuen Layouts übernommen.

Einige Monate später trug es sich zu, dass ich beim Sichten einiger Kommentare zufällig auf der schönen neuen Webseite des Herrn X. landete und dort ein ein selten-klares Déjà-vu erlebte. Das alles hatte ich schon mal gesehen … ja richtig, bei mir selbst. Und weil ich wenig begeistert war, die Mühen meiner Freizeit weitgehend deckungsgleich als das Aushängeschild des "professionell" arbeitenden Herrn X. wiederzuerkennen (einzelne Grafiken flossen sogar in eines seiner Referenzprojekte ein), kontaktierte ich Herrn X. per Skype um ihm mein Unbehagen bezüglich seines Handelns zu verdeutlichen. Herr X. berief sich im weiteren Verlauf auf selektiven Gedächtnisausfall ("Ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe.") gab jedoch nach mühsamer Diskussion, wie anders ein eigenständiges Layout denn mindestens sein müsse, letztlich doch nach und beseitigte das Problem weitgehend. Damit war das Thema aus der Welt und die Welt drehte sich langsam weiter…

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