Samstag31. Dezember 2011

Es hat nur wenige Tage gebraucht, um mit Sublime Text 2 warm zu werden. Dieser schlanke, spartanisch aussehende Editor hat es faustdick hinter den Ohren und mich erstaunlich schnell verzaubert. Das schönste daran, es gibt ihn sowohl für Windows, OSX als auch unter Linux. Es ist also überhaupt kein Problem, als Entwickler zwischen den einzelnen Welten hin- und herzuspringen, die Entwicklungsumgebung ist immer mit dabei.

Sublime Text 2 kommt mit einer ganzen Reihe verschiedener Color-Schemes daher. Ich persönlich mag dunkle UIs, weil ich oft bis tief in die Nacht programmiere und kann das Monokai-Theme empfehlen (gibt’s übrigens auch für Coda).

Eines der Highlights des Editors sind die zahlreichen Plugins. Zunächst solltet Ihr Euch aber Package Control installieren, einen bequemen Paket-Manager für Sublime Text 2. Über diesen könnt Ihr dann bequem aus Liste die zu installierenden Pakete auswählen, die Installation geschieht in der Regel vollautomatisch. Als Empfehlung hier eine kleine Auswahl der bei mir installierten Pakete:

  • Alignment - erleichtert die Ausrichtung des Quelltextes, z.B. vertikale Ausrichtung an Gleichheitszeichen
  • BracketHighlighter - Hervorhebung zusammengehöriger Klammern
  • Sublime JSLint - vollautomatisiertes Linting für JavaScript Code aus dem Editor heraus. Bequemer geht es nicht mehr
  • Tortoise - Speziell für Windows User interessant, erweitert es den Editor um Menüeinträge und Keyboard-Shortcuts zur Ansteuerung von Tortoise, dem defakto Standard-SVN-Client unter Windows
  • Zen Coding - komplexes Plugin zur Code-Vervollständigung für HTML & CSS

JSLint Konfiguration

Obgleich das JSLint Plugin auf Anbieb funktioniert (um eine Java-Runtime braucht man sich nicht kümmern, die kommt gleich mit), ist es dennoch sinnvoll, dem Linter ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen, um nicht von tausenden angeblichen Fehlermeldungen zugeschüttet zu werden. Die Konfiguration erfolgt über ein Config-File, welches man im Editor selbst über Preferences->Package-Settings->JSLint->Settings-Default erreicht.

Unter “jslint_options” kann man hier den Linter entsprechend der eigenen Vorlieben anpassen. Folgende Optionen habe ich gesetzt:

—predef $,document
Wer wie ich viel mit jQuery arbeitet, wird um die Option predef nicht herumkommen. Sie dient dazu, JSLint über globale Variablen zu informieren, auf die der zu prüfende Code zugreift und deren Benutzung somit nicht als Fehler gewertet wird. Für jQuery sind das mindestens $, bzw. jQuery und document.
—white
Ist meinem persönlichen Coding-Stil geschuldet, dass ich nicht von JSLint über die Verwendung von Leerzeichen belehrt werden will.
—browser
Damit werden typische gobale Variablen der Browser verfügbar, z.B. window.
—sloppy
Sollte immer aktiviert werden, solange man noch nicht mit “use strict”; arbeitet.

Das ganze sieht dann fertig so aus:

// Options pass to jslint.
"jslint_options": "--predef $,document --white --sloppy --browser"

Eine vollständige Liste der Optionen gibt es hier. Hat man das hinter sich gebracht, kann man den Linter jederzeit mit Crtl+J anschmeißen und sich anschließend gemütlich durch die Fehlerliste navigieren. So bequem hatte ich es bisher in keinem Editor.

 

 


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