CSS & XHTML
Sonntag01. April 2007

Dass YAML sich hervorragend für die Erstellung flexibler Layouts eignet, hat sich mittlerweile - zumindest im deutschsprachigen Bereich - schon sehr weit herumgesprochen. Dass sich YAML auch über die deutschen Grenzen hinaus herumgesprochen hat, wurde mir vor kurzem so richtig deutlich.

Ich bekam eine freundliche Mail von Pralos Filo, dem Koodinator des ukrainischen KDE Entwicklerteams. Er wollte gern mein O.K. für die Einbindung von YAML in einen neuartigen Linux-Desktop. Das Projekt mit dem Namen “P.I.O.S. for all” (eine Webseite ist bereits in Vorbereitung) klingt außerordentlich spannend. Auf Grundlage eines Entwicklerzweigs des KDE-Desktops der Version 4, soll ein völlig neuer Ansatz bei dem Rendering der Oberfläche verfolgt werden, die vollständig als Weboberfläche zu verstehen ist. Die Basis der Rendering-Engine wird dabei die KHTML-Bibliothek sein, die auch Konqueror und Apples Safari (indirekt) antreibt. Dieser Desktop nutzt XML, XHTML, CSS, Javascript und XSLT. Interne Basis der Fensterroutinen soll YAML werden, da es sich für die Darstellung flexibler Inhalte bereits bestens bewährt hat. Die Dynamik wird von jquery beigesteuert. Eine erste Alpha-Version soll Ende April vorgestellt werden. Auslöser der Idee war wohl Trovsters XHTML/CSS-Version des XP-Desktops.

Welche Vorteile hat ein solcher Desktop? Er vereint die Stabilität und Effektivität aktueller Webtechnologien und erlaubt Nutzern wie Softwareentwicklern einen einfachen und direkten Eingriff in die Oberfläche. Für den Nutzer bieten sich damit ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die Wahl eines Hintergrundbildes ist in P.I.O.S. nicht mehr als kalter Kaffee. Auf diesem Desktop können sogar die Hovereffekte der Systemicons nach Belieben modifiziert werden, wenn man sich ein klein wenig mit CSS und Javascript auskennt. Für Softwareentwickler könnte der Deskop ebenfalls sehr interessant werden, weil auf diese Weise die Grenzen zwischen der Offline- und Onlinewelt bei der Erstellung von Benutzeroberflächen entgültig verschwinden. Dank CSS und der Flexibilität von YAML lässt sich der Desktop sehr leicht an unterschiedlichste Ausgabemedien vom 24’’ TFT bis hin zum PDA anpassen. Er kommt dabei mit einem Minimum an Speicherplatz aus. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bieten sich im Sektor der Unterhaltungselektronik (z.B. HiFi-Anlagen), wo grafische Benutzeroberflächen immer beliebter werden, bei gleichzeitig begrenzten Hardware-Resourcen. Und in allem mitten drin: YAML.

Sobald es Neuigkeiten zu vermelden gibt, werde ich natürlich hier weiter davon berichten, bis dahin noch ein schönes Wochenende.

Nachtrag 2. April: Vielen Dank fürs Mitmachen an alle, die wussten, was läuft und diesen Beitrag verlinkt haben. Ein fröhliches “April, April ...” an alle, die mir geglaubt haben. Übrigens, “PIOS for all” und “Pralos Filo” sind zwei Anagramme für “Aprils Fool”.


Montag29. Januar 2007

Dieses Zitat von Mathias Schäfer klingt nun wirklich nicht gut:

Nachdem sich mehrere Protagonisten aus dem Projekt verabschiedet haben, ist die Zukunft von SELFHTML tatsächlich unsicher. Die Stimmung ist durch die bedauerlichen Entwicklungen wie gelähmt und das Projekt scheint unstrukturiert und ziellos zu treiben.

Offensichtlich hat es bereits arg geknirrscht im Gebälk des Projekts und hat nun zum Absprung von u.a. SELFHMTL-Gründer Stefan Münz geführt. Auslöser der Misere ist offensichtlich die Uneinigkeit der Redakteure über die technische Basis für die geplante grundlegende Überarbeitung der bekannten Online-Dokumenation. Wäre schade, wenn dieses Projekt aufgrund dessen sterben würde.


Montag15. Januar 2007

Sie wollten schon immer wissen, wie die Standardformatierungen lauten, mit denen Ihr Lieblingsbrowser selbst gänzlich unformatiertem HTML eine halbwegs lesbare Form gibt? Nun, wenn Ihr Lieblingsbrowser auf den Namen Firefox hört, kann Ihnen geholfen werden. Hier die wichtigsten Standard-Stylesheets, die den Ausgangspunkt für jedes Layout darstellen:

  • resource:///res/html.css
  • resource:///res/forms.css
  • resource:///res/quirk.css

Einfach diese Zeilen im Firefox eintippen und schon haben Sie Einblick in die wundersame Welt der Vorformatierungen von HTML-Elementen. Das Wissen um diese Inhalte kann gelegentlich recht nützlich sein. Vielen Dank an Tomas Caspers für den Hinweis.

 


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