Hausinternes
29. August 2008
am 4. und 5. September findet der Webkongress Erlangen unter dem Thema “Web 2.0 - Die Zukunft der Webtechnologien” statt, auf dem ich als Referent und gespannter Zuhörer vertreten sein werde.
In meinem Vortrag über CSS Frameworks werde ich die verschiedenen Konzepte und Vertreter vorstellen, Anwendungsmöglichkeiten und auch deren Grenzen aufzeigen und versuchen, einige Mythen rund um dieses oft leidenschaftlich diskutierte Thema anhand einiger Pro- und Contra-Thesen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. An den Folien arbeite ich gerade, sie werden nach der Veranstaltung natürlich in den Spotlights veröffentlicht werden.
Daneben freue ich mich auf zahlreiche unterhaltsame und interessante Fachvorträge von beispielsweise Paul Bakaus, dem Chefentwickler von jQuery UI, den Vorträgen von Ansgar Hein, Tomas Caspers, Jens Grochtreis, Nikolai Schwarz und vielen anderen. Insgesamt sind die beiden Tage gespickt mit zahlreichen spannenden Themen, sodass die Pausen vermutlich verdammt knapp werden. Hinzu kommen am Donnerstag die Lightning-Talks, in denen es kurz und knapp zur Sache gehen wird.
Ich hoffe auf eine lockere und gemütliche Atmosphäre und viele anregende Gespräche. Die Anmeldung zum Kongress ist übrigens nur noch bis zum 31. August (diesen Sonntag) möglich. Wer also dabei sein will, sollte sich beeilen.
Wir sehen uns in Erlangen. Ich werde übrigens bereits am Mittwoch Abend im Hotel eintreffen.
28. August 2008
Nun hat es zwar etwas länger gedauert, trotzdem habe ich nicht vergessen, dass ich noch etwas zur technischen Ausstattung der Seite verraten wollte. Das möchte ich hiermit nachholen. Im letzten Teil der kleinen Relaunchserie widme ich mich dem Herz der Seite, dem verwendeten Content-Management-System.
ExpressionEngine, das etwas andere CMS
Die von Ellislab entwickelte ExpressionEngine erblickte 2005 als offizieller Nachfolger des Blogsystems pMachine das Licht der Welt und erfreut sich seitdem – vor allem im englischen Sprachraum – großer Beliebtheit. Die Besonderheit der ExpressionEngine liegt in Ihrer extremen Flexibilität im Umgang mit nahezu beliebigen Datenstrukturen. Webseiten im herkömmlichen Sinne (also quasi statische Seiten) kennt ExpressionEngine hingegen nicht. Dafür kann der Nutzer nahezu beliebige Datenstrukturen anlegen (z.B. ein Weblog mit den Feldern Titel, Abstract, Inhalt und Extras) und diese Datenstrukturen an beliebiger Stelle im Layout und in beliebiger Gestalt ausgeben.
Was zu Beginn nach einem etwas besseren Blogsystem aussieht, offenbart sich bei genauerem Hinschauen und Probieren als unglaublich flexibel einsetzbares Content-Management-System. Der Focus des Systems liegt dabei eindeutig auf dynamischen Datenstrukturen und deren Verknüpfung und Ausgabe. Demzufolge hat man bei den ersten Berührungen mit der ExpressionEngine unter Umständen so seine Schwierigkeiten, weil mit seitenbasiertem Denken hier nicht viel zu holen ist. Einen Seitenbaum oder einen Generator für möglichst tief verschachtelte Menüebenen sucht man hier vergebens. Wer also nur ein paar statische Seiten bequem über einen Online-WYSIWYG-Editor pflegen will, für den ist die ExpressionEngine sicherlich nicht die erste Wahl.
Wer es allerdings mit großen Datenmengen und verschiedensten Datenstrukturen (Newsbeiträge, Events, Adressen, Kundendaten, u.v.a.m.) zu tun hat, für den eröffnen sich unglaubliche tolle Möglichkeiten für deren Verwaltung und Darstellung, bei denen herkömmliche CMS schnell die Ohren anlegen.
05. August 2008
Bereits vor einigen Wochen habe ich ein Rezensionsexemplar des Buches “CSS-Design – Die Tutorials für Einsteiger” erhalten. Nach dem Stress der letzten Wochen bin ich nun endlich dazu gekommen, eine Rezension dazu zu verfassen, die soeben in der neuen Rubrik Spotlight veröffentlicht wurde. Unterstützt wurde ich von Mr. Little Boxes Peter Müller. Wir haben beide das Buch etwa zur gleichen Zeit gelesen und ähnlich bewertet. Warum also nicht auch eine gemeinsame Rezension verfassen?
Rezensionen wird es in Zukunft häufiger von mir geben, veröffentlicht werden sie allerdings nicht hier im Weblog sondern in den High Resolution Spotlights. Wenn Ihr also nichts verpassen wollt, vergesst nicht, den den Spotlights-Feed zu abonnieren.
31. Juli 2008
Es wird Zeit für den zweiten angekündigten Einführungsbeitrag zum Relaunch und heute soll es um das neue flexible Layout gehen. Seit 2005 hatte ich sowohl in meinem Weblog als auch auf der Firmenpräsenz jeweils schmale, auf Bildschirmauflösungen mit 800px Breite optimierte Layouts. Für die Firmenpräsenz war das nicht sonderlich kritisch, hier gab es nur sehr wenige Inhalte, die in Verbindung mit großformatigen Grafiken in festen Proportionen recht gut harmonierten. Im Weblog richtete ich mich damals ganz einfach nach der Masse und hatte zudem durch die schönen Titelfotos auch eine hinreichend gute Ausrede für ein fixes Layout (ebenfalls für 800px optimiert). Zwar war es letztlich elastisch, d.h. es skalierte in der Breite mit der Schriftgröße, jedoch werden wohl nur die wenigsten meiner Leser davon Notiz genommen haben.
Gerade infolge der Breitenbeschränkung habe ich festgestellt, dass man/ich schnell dazu neige, jeden verfügbaren Platz möglichst effektiv zu nutzen. Man reduziert bewusst Schriftgrößen, um in der Sidebar trotz 180-200px Breite Inhalte noch halbwegs anständig präsentieren zu können und reduziert Abstände, damit überhaupt alle halbwegs interessanten Inhalte einigermaßen im Blickfeld des Nutzers bleiben. Für Weißraum – die sprichwörtliche Luft zwischen den verschiedenen Inhalten – war eigentlich kein Platz.
23. Juli 2008
Mit dem Relaunch hat sich nicht nur die Optik des Weblogs verändert, auch einige neue Funktionen haben Einzug gehalten. Eine davon – die dynamische Ansicht der Kommentare – werde ich in diesem Beitrag ausführlich vorstellen. Dieser Beitrag ist der erste einer kleinen 3er Reihe, in denen ich ein paar Einblicke in das Gestaltungskonzept und die technische Umsetzung der neuen Highresolution Seite geben werde.
The long tail
Weblogs werden üblicherweise als 2- oder 3-Spalten-Layouts angelegt. Neben dem Hauptinhalt hat in den Randspalten der Sekundär-Content (Sidebar, Werbung, ect.) seinen Platz. Bei längeren Artikeln ist es mit den “Randinformationen” schnell vorbei und so macht sich der Artikel in seiner schmalen Spalte allein auf in Richtung Fußzeile. Besonders bei schmalen Bloglayouts verbleibt so auf größeren Bildschirmen ein schmales Inhaltsband neben endlosen ungenutzten Flächen. Ein Beispiel dafür ist dieser aktuelle Beitag bei den Webkrauts, der sich selbst auf meinem großen Bildschirm über 22! Bildschirmseiten zieht.
Ist man endlich bei den Kommentaren angelangt, schlägt der Standardhammer zu. Während Weblogbeiträge umgekehrt chronologisch ausgegeben werden (der neueste Beitrag zuerst), werden Kommentare üblicherweise in der Reihenfolge ihres Eintreffens (also chronologisch, mit dem ältesten beginnend) aufgelistet. Will man Beitrag und Kommentare vollständig lesen, ist diese Anordnung ideal, denn man fängt oben mit Lesen an und wenn man unten ankommt, hat man Beiträge und Kommentare vollständig überblickt. Leider liest man in dieser Form einen Beitrag nur ein einziges Mal.
Viel öfter hingegen verfolge ich Diskussionen in anderen Blogs, indem ich einen interessanten Beitrag immer wieder im Browser aufrufe, um die neuesten Kommentare zu lesen. Dabei ist es die Ironie des Schicksals, dass ich jetzt erst ganz ans Ende der Seite reisen muss, um die neuesten Kommentare zu lesen. Besonders bei interessanten und vielkommentierten Beiträgen empfinde ich das als lästig (siehe oben genannter Webkrauts-Artikel). Ebenso lästig empfinde ich Infomails für neue Kommentare oder Kommentar-Feeds. Weder möchte ich per Mail zugespammt werden, nur weil ich gerade 2..3 Diskussionen im Netz verfolge, noch will ich ständig meine Feedliste anpassen müssen. Es hat halt jeder seine Vorlieben, weswegen dieses Weblog selbstverständlich Kommentarfeeds und Emailbenachrichtigungen anbietet. Ich selbst verfolge die Diskussionen lieber direkt auf der Webseite mit und schaue dann gern auch ein/zwei Mal pro Tag vorbei.
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