Software
Mittwoch25. Februar 2009

Seit gestern macht die Heise-Meldung über die Fa. Xenocode und ihre virtualisierten Webrowser, welche in einer Sandbox laufen und somit keine lokale Installation benötigen, die Runde in diversen Blogs und bei Twitter. Zitat aus der Heise-Meldung:

“Auf der Website des Herstellers Xenocode stehen sieben verschiedene Browser zum Download bereit, die in ausführbare .exe-Dateien verpackt sind. Damit können etwa Webentwickler ihre Kreationen direkt in einem Internet Explorer der Versionen 6, 7 und 8 sowie in Chrome, Safari, Firefox und Opera testen.”

Ich habe heute morgen die IE-Varianten kurz getestet und kann nur ausdrücklich davon abraten, diese Pseudo-Sandbox-Tools zu verwenden. Auf meinem XP Rechner war nach einem einminütigen Test des Sandbox-IE6 mein lokal installierter IE7 unbenutzbar und musste vollständig neu installiert werden (auch ein Reboot zuvor hatte keine Besserung gebracht). Im selben Atemzug, in dem ich das Dilemma bemerkte, flatterten bereits ähnlich klingende Problemmeldungen von Freunden (Jens Grochtdreis, Tom Klingenberg) bei mir ein, leider in beiden Fällen für mich ca. 10min zu spät.

Die Kommentare unter dem Heise-Newsartikel füllen sich übrigens auch zunehmend mit Problemmeldungen, die darauf schließen lassen, dass es sich hier um alles andere als eine saubere und vollständig gekapselte Sandbox-Lösung handelt.

Deshalb: Finger weg von den Dingern!

Für den Test des Internet Explorers ist der IETester nach wie vor die empfehlenswerte und sicherere Alternative, von Firefox gibt es portable Versionen bei portableapps.com. Für Opera, Safari und Chrome ist mir zwar momentan nichts gleichwertiges bekannt, jedoch lassen sich diese Browser leicht installieren und auch wieder rückstandsfrei aus dem System entfernen. Weiterhin gibt es von Microsoft aus Basis von VirtualPC kostenfreie virtuelle Maschinen für IE6 und IE7, auf denen man ebenfalls beliebig viele Browser störungsfrei nachinstallieren und ausprobieren kann. Und zum Abschluss wären dann noch VMWare oder VirtualBox als weitere, zuverlässige Virtualisierungslösungen zu nennen.


Montag16. Februar 2009

YAML kommt bereits seit einigen Versionen mit einem speziellen Debug-Stylesheet daher, welches einerseits ermöglicht, die Layoutstruktur zu visualisieren, andererseits auch darüber Auskunft gibt, ob die CSS-Datei iehacks.css im Internet Explorer korrekt eingebunden ist. Ebenfalls seit einiger Zeit liegt das Debug-Stylesheet dem Downloadpaket bei, sondern es konnte auch über ein kleines Bookmarklet in jede beliebige Seite eingebunden werden. So schön der Gedanke auch ist, so unübersichtlich ist das Ergebnis, wenn ein solches Debug-Stylesheet zuviele Informationen enthält. Deshalb habe ich im Verlauf der letzten Wochen YAML Debug vollständig überarbeitet und eine eigenständige Applikation daraus entwickelt.

YAML Debug Application Screenshot

Die neue Applikation basiert auf jQuery und wird per Bookmark auf jeder beliebigen Seite hinzugeladen. Die Funktionalität umfasst Informationen über den Rendering-Mode, die Anzahl eingebundener externer Stylesheets, Scripts und Bilder. Per Klick können veraltete Elemente oder auch Elemente mit Inline-Styles hervorgehoben werden. Ebenso ist es möglich, sich auf einen Klick einen Überblick über die Layoutstruktur (DIV-Verschachtelung) oder die semantische Auszeichnung der Inhalte direkt im Layout zu verschaffen. WAI-ARIA roles, states und properties können hervorgehoben werden, Relationen z.B. über aria-labelledby macht das Tool durch das Hovern mit der Maus über die jeweilige Eigenschaft sichtbar. Schließlich gibt YAML Debug auch Auskunft über alle eingebundenen Stylesheets. Alle externen Stylesheets können zudem deaktiviert, angezeigt oder direk an den Validierungsdienst des W3C gesandt werden.

Einen vollständigen Überblick über den Funktionsumfang gibt es auf der zugehörigen kleinen Microsite, die ich diesem Projekt spendiert habe. Von dort kann dann auch das Bookmarklet bezogen werden. Aus der Browserwelt werden momentan Firefox 3, Opera 9.x und Safari 3.x/Webkit voll unterstützt, wobei der Safari 3.x aktuell das Deaktiveren von per @import eingebundenen Stylesheets verweigert. Der Internet Explorer 7 erhält momentan nur eine sehr eingeschränkte Unterstützung. Hier habe ich mich aufgrund der doch umfangreichen Abweichungen vom Standard (sowohl bei CSS, als auch bei JavaScript) auf die Bereitstellung der Stylesheet-Infos beschränkt, um gerade bei YAML-basierten Layouts eine einfache Kontrolle der korrekten Einbindung der Patch-Dateien zu ermöglichen. Auf die JS-Nachprogrammierung der ansonsten per CSS funktionierenden Hervorhebungsoptionen habe ich zunächst verzichtet, da es sich bei YAML Debug um ein Markup-Analysetool handelt und dieser ist im Normalfall in allen Browsern identisch. Demzufolge sollte man für seine Tests einen der o.g. voll unterstützten Browser verwenden.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Tool und freue über jegliches Feedback, sowohl hier in den Kommentaren als auch über die Projektseite.

Für Feedback (Meinungen, Bugmeldungen oder Wünsche für weitere oder verbesserte Funktionen) habe ich auf der Projektseite ein Kontaktformular eingerichtet, von welchem ihr hoffentlich rege Gebrauch macht. Die aktuelle Version 0.9 ist noch im Betastadium und ich möchte durch den öffentlichen Test mehr Informationen und vor allem Featurewünsche sammeln, um das Tool Schritt für Schritt zu vervollständigen. Ab YAML 3.1.1 wird es im Übrigen auch das bisherige debug.css ablösen.

Nachtrag: Als Spielwiese eignen sich besonders gut die YAML-Layoutbeispiele oder die Seite Einfach für Alle, die bereits mit WAI-ARIA angereichert ist und sich daher die Funktionalität des Tools dort sehr schön testen läst.


Mittwoch19. Juli 2006

Seit heute ist nun endlich die erste Beta-Version für Windows von Adobe Lightroom verfügbar. Das Download-File ist mit 6.9 MB ausgesprochen schlank. Wer dem Beta-Status der Lightroom-internen Datenbank noch nicht ganz traut, für den bietet Adobe alternativ ein Download-Paket samt einiger Beispielbilder zum Probieren. Sobald die Software bei mir installiert und getestet ist, gibts natürlich einen Erfahrungsbericht.

Nachtrag: PhotoshopNews hat mal wieder exzelent vorgearbeitet und erlaubt in einem langen Artikel einen kleinen Einblick in das beeindruckende Können von Lightroom.


Mittwoch12. Juli 2006

In PhotoshopNews findet sich heute eine ausgesprochen angenehme Nachricht bezüglich der Akquise der RAS-Shooter Technologie von Pixmantec. Adobe hat diesbezüglich seine FAQ überarbeitet und darin finde ich zwei Passagen besonders interessant:

Q: Will there be special pricing for those who have invested in RawShooter | Premium?

A: We have listened closely to the opinions shared by customers on the Pixmantec forums and although Lightroom will provide a much broader range of functionality than RawShooter | Premium and will be offered at a higher price point, we will be offering a free downloadable version of Lightroom 1.0 to all customers who have purchased RawShooter | Premium.

Schon hierbei könnte ich vor Freude in die Luft springen. Meine Sorgen um größere Geldausgaben sind damit beseitigt und ich freue mich schon jetzt auf Lightroom.

Q: Will Adobe support the effort I’ve put into editing images in RawShooter Premium with their current line of raw processing software?

A: Adobe is investigating the technical possibility of providing a conversion of RawShooter | Premium settings to match those of Adobe Camera Raw and Adobe Lightroom as closely as possible. Because the controls are different between applications, the results may not produce an exact match to the original.

Auch das würde mir gefallen, wenn sich die RAW-Shooter Einstellungen für meine bereits bearbeiteten Dateien in Lightroom importieren ließen. Ich hoffe natürlich auch, dass dies für das Camara RAW Plugin für Photoshop selbstredend funktioniert. Dann wären 2 Jahre RAW-Fotobearbeitung un nullkommanix in Lightroom verfügbar. So stelle ich mir einen Softwareumstieg vor.

Jetzt müssen wir also nur noch darauf hoffen, dass die öffentliche Beta für die Windows-Version von Adobe Lightroom nicht mehr allzulange auf sich warten lässt.

 


Montag26. Juni 2006

Bei dieser Meldung [via dpreview.com] blieb mir doch wirklich der Mund für einen Moment offen stehen:

In a brief statement Adobe has announced that it has purchased the ‘technology assets’ of Pixmantec, the Danish company behind the RawShooter raw workflow and conversion application. Adobe states that this acquisition “strengthens Adobe’s leadership position in raw processing” and that that Pixmantec’s raw processing technology will be integrated into Lightroom and other Adobe products. RawShooter Premium will be discontinued although the Essential edition will continue to be available and support for existing RawShooter customers will be available from Adobe.

Nun, so begeistert ich von Adobe in Bezug auf das Können des Photoshops bin, so angetan war ich von der Niedrigpreispolitik von Pixmantec und der Arbeitsgeschwindigkeit des RAW Shooter Premium. Schließlich habe ich mir die Premium Version erst vor einem Monat gekauft. Klar freue ich mich auch auf Adobe Lightroom aber ich glaube nicht, dass der Preis dafür im zweistelligen Bereich verbleibt. Wozu auch? Schließlich verlangen die Hauptkonkurrenten - Apple für Aperture und Phase One für Capture One - gleich jeweils mehrere hundert Euro. Da bin ich doch glatt mal auf die Upgrade-Offerten von Adobe gespannt.

 


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