Webdesign
Mittwoch04. April 2007

Gerade habe ich in die Kommentare zu Gerrits Rezension meines Buches - für die ich mich hiermit herzlich bedanken möchte - geschaut und dabei ein Thema entdeckt, dem ich mich in der Vergangenheit immer wieder stellen musste, bisher jedoch keinen Blogbeitrag dazu verfasst hatte.

Stein des Anstoßes in allen Diskussionen dieser Art, die ich bisher miterleben durfte, ist die “große” Anzahl von vordefinierten DIV-Containern innerhalb der Quelltextstruktur von YAML. Die Kritik bezieht sich dabei in erster Linie auf die Schachtelungstiefe der Container bis zum eigentlichen Inhalt. Gleiches ist auch für die Grids von Yahoo zu vermuten. Ich möchte hier nicht die Quelltexte auseinander nehmen. Wer die Projekte nicht kennt, für den stehen die jeweiligen Online-Dokumentationen (Grids & YAML) bereit. Stattdessen möchte ich einige, ggf. kontroverse Thesen in den Raum werfen, um die Diskussion anzuregen.

Es stellt sich die Frage: Steht ein XHMTL/CSS-Framework (wie YAML oder Yahoo Grids) ernsthaft in Konkurrenz zu dem Ziel, schlanken Code zu erzeugen?

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Freitag30. März 2007

Der Italics-Bug (IE5.x und IE6.0) ist einer der am wenigsten bekannten IE-Bugs und gleichzeitig einer der lästigsten Zeitgenossen, den man sich im Verlauf der Layouterstellung einfangen kann. Ist er erst einmal da, sorgt er für unplanmäßig um einige Pixel größere Containerbreiten und innerhalb von float-basierten Layouts aufgrund dessen nicht selten für Chaos. Der auf positioniseverything.net beschriebene Bugfix ist zwar wirksam, aber er muss dem jeweiligen Elternelement des Verursachers zugewiesen werden.

#parent_container {overflow:visible}

Die Indentifizierung des auslösenden Elementes ist innerhalb komplexer Layouts gelegentlich gar nicht so einfach, denn es reicht schon die Auszeichnung eines einzelnen Wortes mittels <em> oder <i>, um den Bug auszulösen. Das heisst, er wird in der Regel durch Inhalte ausgelöst, die während der Layouterstellung meist noch gar nicht da sind.  Es bedeutet weiterhin, dass der Bugfix in der Regel individuell angepasst werden muss. Und das kann eben recht mühsam sein.

Daher folgender Gedanke: Der Wert visible stellt für die überwiegende Mehrheit der HTML-Elemente den Standardwert dar und muss daher eigentlich nicht explizit vergeben werden. Auf der anderen Seite ist bei expliziter Vorgabe eines Standardwertes auch nicht mit störenden Nebenwirkungen zu rechnen. Beste Voraussetzungen also, um diesen Bugfix allgemeingültig zu formulieren.

* html body * { overflow:visible }
* html iframe, * html frame { overflow:auto }
* html frameset { overflow:hidden }

Mit der ersten Regel werden alle HTML-Elemente mit der Eigenschaft overflow:visible versorgt. Im Anschluss werden dann nur noch die Elemente iframe, frame und frameset (diese drei bilden die Ausnahme von der Regel) auf ihre Standardwerte zurückgesetzt. Und das war’s auch schon. Der Italics-Bug ist kein Thema mehr.

Diese drei Zeilen CSS solllten möglichst weit vorn im Stylesheet - auf alle Fälle vor Beginn der eigentlichen Layoutdefinitionen - eingefügt werden. Über * html werden automatisch nur die Versionen 5.x & 6.0 des Internet Explorers erfasst. Alle anderen Browser ignorieren diese CSS-Regel.

UPDATE 23.4.07: Der Selektor der ersten CSS-Regel * html * verursacht Schwierigkeiten im IE5.x, wodurch keine vertikalen Scrollbalken mehr angezeigt werden. Das Problem lässt sich beseitigen, in dem der Bugfix erst auf Elemente innerhalb von body angewendet wird. Der Selektor wurde daher zu * html body * erweitert.


Freitag02. März 2007

Vielen vielen Dank an alle die dafür gesorgt haben, dass das Lager des Verlages leer und bereits der erste Nachdruck durch die Duckerpressen läuft. Der Erfolg von “CSS-Layouts - Praxislösungen mit YAML” hat mich schlicht weg umgehauen. Nicht einmal drei Monate ist das Buch erhältlich und bereits jetzt ist die Erstauflage ausverkauft. Besonders gefreut hat mich natürlich das Feedback in den zahlreichen Emails sowie die ersten Rezensionen.

Man glaubt es kaum, mit welchem Druck man sich selbst auch nach der Veröffentlichung belastet. Stimmt das Konzept? Kommt die eigene Schreibe beim Publikum an? Sind wirklich alle Fehler raus?

Der Erfolg lässt mich an den ersten beiden Punkten kaum mehr zweifeln und auch was Frage 3 angeht, steht mittlerweile fest: Ein paar kleine Fehler haben die Kontrollmechanismen des Verlages und auch die meinen überlebt. Im gerade in der Entstehung befindliche Nachdruck werden alle bisher gefundenen Buch-Bugs beseitigt sein (die Buch-CD eingeschlossen).  An dieser Stelle möchte ich daher auch den Lesern danken, die mir Korrekturhinweise haben zukommen lassen.

Und noch eine kleine News möchte ich hier anschließen denn auch bei der Weiterentwicklung von YAML herrscht keineswegs Stillstand. Die lange geplante englische Übersetzung der Dokumentation steht kurz vor der Fertigstellung. Zusammen mit einem optisch etwas aufpolierten Layout darf mit ihr in Kürze gerechnet werden.


Freitag24. November 2006

Auch die letzten Handgriffe sind getan, das Buch (endgültiger Titel: CSS-Layouts - Praxislösungen mit YAML) befindet sich nunmehr in der Druckerei und wird ab dem 6. Dezember (14. Tage früher als geplant) ausgeliefert werden. Somit ist das Buch rechtzeitig vor Weihnachten in den Läden. Mein erstes Autorenexemplar halte ich hoffentlich etwas früher in der Hand - jetzt, wo die Arbeit getan ist, steigt die Spannung spürbar.

Und damit können jetzt auch endlich ein paar mehr Informationen folgen. Auf den Seiten des Verlags findet sich seit gestern eine erste, ca. 30 seitige Leseprobe samt vollständigem Inhaltsverzeichnis und Index sowie der Umschlagtext.  407 Seiten sind es insgesamt geworden. Gegenüber meiner anfänglichen Gliederung, knapp 80 Seiten mehr. Das YAML-Framework selbst wird in den Kapiteln 3 und 4 behandelt. In den beiden Kapiteln 1 und 2 werden zuvor die Grundlagen für die Erstellung moderner, CSS-basierter Layouts und ihrer Tücken (bzw. die Tücken der Browser) ausführlich besprochen. Für die Kapitel 6-8, welche sich speziell mit der Einbindung von YAML in das Content-Management-System TYPO3 und das Shop-System xt:Commerce beschäftigen, habe ich Dieter Bunkerd (den Entwickler des TYPO3-Templates von YAML) als Coautor gewinnen können.

Auf der beiliegenden CD finden sich selbstverständlich alle Code- und Layoutbeispiele und als Schmankerl eine vollständig lauffähiges TYPO3 mit YAML in Form eines virtuellen Webservers. Auf diese Weise macht das Üben und Lernen sicherlich besonders viel Spaß, da jeglicher Installationsaufwand entfällt. Abgerundet wird das Buch mit einer Referenzkarte, die einen schnellen Überblick über alle Eigenschaften des YAML-Basislayouts erlaubt.

Während der Arbeitszeit am Manuskript (April - Oktober) stand mir Jens Grochtdreis als Fachgutachter zur Seite. Jens hat auch bereits gestern eine kurze Vorschau auf das Buch in seinem Weblog veröffentlicht.

Ich habe die Entwicklung dieses Buches sehr eng als Fachgutachter begleitet, habe Anregungen gegeben. Ich war von Anfang an sowohl von der Sprache als auch von der Informationsdichte begeistert. Ich bin überzeugt, alle Leser werden den hohen Gebrauchswert sofort bemerken. Allein die kompakte Erläuterung aller wichtigen IE-Bugs ist ein Kunststück für sich. Nicht daß dadurch ein Besuch bei positioniseverything.net unnötig würde, aber man versteht nun erstmals so richtig die Probleme, weil sie auf Deutsch und in einer verständlichen Sprache präsentiert werden.

Über die lobenden Worte freue ich mich außerordentlich, jedoch habe ich natürlich schon während der Arbeit von Jens ein Feedback erhalten. Umso mehr bin ich auf die Meinung anderer Leser gespannt, die das Buch ab dem 6.12. in die Hände bekommen werden. Lange dauert es ja zum Glück nicht mehr.
 


Mittwoch01. November 2006

Dass der Internet Explorer beileibe nicht der einzige Browser mit CSS-Bugs ist, sollte sich langsam herumgesprochen haben. Diesmal hat es den Firefox 1.5 und 2.0 erwischt. Beide Versionen verweigern unter bestimmten Umständen das Verkleinern von Texten einer Webseite. Die Ursache für den Bug scheint im jeweils verwendeten Nutzerprofil zu liegen. Bei Verwendung älterer Nutzerprofile ist der Bug in der Regel aktiv. Dies betrifft die meisten Nutzer, die den Firefox schon seit einigen Versionen einsetzen. Mit einem frischen angelegten Nutzerprofil tritt der Bug hingegen nicht auf.

Ich habe einen entsprechenden Testcase gebaut, womit das Problem nachvollzogen werden kann. Zusätzlich finden sich auf der Seite eine detailliertere Beschreibung des Bugs. Tom Caspers war diesmal besonders schnell, wodurch der Hinweis auf den Testcase bereits gestrigen Thema im EFA-accessCast war und ich erst jetzt mit einer Veröffentlichung in meinem Blog nachziehen kann.


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