Browser
Montag16. April 2007

Die allgemeine Suche nach Lösungen zur Parallelinstallation mehrerer IE-Versionen (ausgelöst durch die Ankunft des IE7) ist noch gar nicht lange her. Webentwickler mit Windows Vista schauen allerdings bisher weitgehend in die Röhre, denn mit Vista kommt lediglich der IE7 auf den Rechner. Die älteren IE-Versionen sind unter Vista nicht lauffähig. Beim Umstieg auf Microsofts neues Betriebssystem verliert man als Webentwickler so eine der wichtigsten Testgrundlagen.

Eine Lösung für dieses Problem liefert diesmal Microsoft selbst (über das IEBlog) in Form einer kostenfreien Virtuellen Maschine. Diese liefert einen PC mit Windows XP samt installiertem ServicePack 2 sowie einem vorinstallierten Internet Explorer 6. Die dazu benötigte Software Virtual PC 2007 gibts ebenfalls frei zum Download.

Die Installation des Pakets ist denkbar einfach. Eine neue Virtuelle Maschine anlegen und das VPC-Paket als vorhandene Festplatte einbinden - fertig.  Der erste Schritt sollte darin bestehen, die englischen Tastatur über Region and Language Settings im Control Panel (Systemsteuerung) auf eine deutsche Tastatur umzustellen. Damit lebt und arbeitet es sich deutlich angenehmer. Zwar ist die mitgelieferte XP-Version im Funktionsumfang ein wenig limitiert (keine Programmauswahl über’s Start-Menü, keine Schnellstartleiste), jedoch lässt sie sich dennoch leicht erweitern.

Dank des Umstands, einen vollständigen XP-Rechner im Fenster laufen zu haben, lassen sich nun all die IE-Versionen wieder installieren, denen unter Vista kein Leben mehr einzuhauchen war und ggf. gleichzeitig noch ein paar weitere Testbrowser und Entwicklertools.

Mit dieser Auswahl ist man auch unter Vista recht gut abgesichert, zumindest was die Browserwelt unter Windows anbelangt. Die virtuelle Maschine hat in der Regel automatisch Zugriff auf vorhandene LAN/WLAN-Netze und damit Zugriff aufs Internet. Lokale Daten werden über Verzeichnisfreigaben recht komfortabel innerhalb der Virtuellen Maschine als Laufwerke bereit gestellt und ermöglichen somit auch lokale Tests.


Mittwoch18. Oktober 2006

Eilig hatten es die Jungs von Mircosoft heute scheinbar nicht denn obwohl die Jungs vom IEBlog die Veröffentlichung des neuen Browsers für den 18. Oktober angekündigt hatten, ist auch jetzt - 30 Minuten vor Tagesende - noch keine Veränderung auf der Homepage zu sehen. Aber wir leben hier ja in Old Europe und über den großen Teich geschaut, sind es ja noch mindestens 6:30 Stunden.

Egal, er kommt. Auf ComputerBase.de steht er nämlich für angemeldete Nutzer des Online-Magazins bereits zum Download bereit. Vermutlich wird in den nächsten Stunden auch die Microsoft Homepage aktualisiert. Ab dem 1. November wird er dann auch über das Windows Update verteilt werden und somit binnen kürzester Zeit den IE6 auf einem Großteil der aktuellen XP-Installationen ablösen.

Gegenüber dem Release Candidate 1 gibt es in Bezug auf die Rendering Qualität keine Überraschungen mehr. Alle Bugs meiner IE7-Testseite sind nach wie vor aktiv. Dennoch freue ich mich über den IE7 denn der Großteil der nervenden CSS-Bugs des IE6 sind damit Vergangenheit. Mein (X)HTML/CSS-Framework YAML kommt ebenfalls problemlos klar mit ihm.

Und noch ein Hinweis:

Das Standalone-Script von Tredosoft für den IE7 RC1 funktioniert übrigens auch mit der finalen Version des Browsers. Wer dem Frieden also noch nicht traut, kann damit in Ruhe testen, ohne das Teil installieren zu müssen. Beste Voraussetzungen also für den Start.

Es gibt einen aktualisierten Artikel für den IE7 Final bei Tredosoft.


Samstag02. September 2006

Yousif von Tredosoft hat erneut zugeschlagen und ein neues Script bereitgestellt, welches den IE7 RC1 (Release Candidate 1) ohne Installation zum Laufen bringt. Diesmal ist alles noch komfortabler denn das kleine Installer-Script kümmert sich sowohl um den Download des IE7 als auch um die Installation der notwendigen Updates bis hin zur Erstellung eines Desktop-Icons. Einfacher gehts nicht mehr und dem Test des neuen Microsoft-Browsers steht nun wirklich nichts mehr entgegen.

In der neuen Scriptversion sieht man nicht einmal mehr das Console-Fenster, in welchem die für den Start dies IE7 kurzfristig gesetzten Registry-Einträge modifiziert werden. Diese Einträge werden wenige Sekunden nach dem Start des Browsers wieder gelöscht, sodass ein gleichzeitiges Arbeiten mit dem IE6 jederzeit möglich ist. Ich hoffe, nachdem der IE7 entgültig draußen ist, gibt es eine solche Lösung auch für den IE6, der derzeit noch in meinem System fest verankert ist.

Auf der Webseite wird auch darauf hingewiesen, dass für Conditional Comments mit dieser Lösung nur bedingt funktionieren. Um eine korrekte Fallunterscheidung zwischen den einzelnen Browsern zu ermöglichen, ist ein händischer Eingriff in die Registry erforderlich, der auch genau beschrieben wird. In dieser Standalone-Variante erhält der IE7 RC1 alle Anweisungen, die per CC übergeben werden. Er lässt sich also beispielsweise mit <!—[if lte IE 6]> nicht explizit ausschließen. Für Tests mit YAML ist dieser Umstand jedoch nebensächlich, da hier die Fallunterscheidung über die diversen Parser-Bugs der älteren Browserversionen vorgenommen wird.

Und weil wir gerade beim Testen von neuen Browserversionen sind: Auch der Firefox 2.0 Beta 2 ist in dieser Woche erschienen. Unglücklicherweise lässt sich auch der Firefox nur ungern in mehreren Versionen parallel installieren, was vom Testen neuer Betas abschreckt, da immer die Gefahr besteht, dass Plugins den Kompatibilitätstest nicht bestehen und abgeschaltet werden. Kehrt man anschließend zur aktuellen Version zurück, hat man den Salat. Einen Ausweg bieten hier die portablen Varianten des Firefox, die keine Installation erfordern. Auf Cybernet.com gibt es diese regelmäßig und seit kurzem auch die Firefox 2.0 Beta2 RC1 (Portable) Fassung. Einfach entpacken, starten und nach Belieben testen. Voilla, alles läuft - nix installiert, keine nervigen Pluginprobleme. Diese und weitere Portable-Versionen beliebter Software gibts auf PortableApps.com.


Donnerstag24. August 2006

  Die letzte Beta liegt noch gar nicht so lange zurück, schon präsentiert Microsoft die nächste öffentliche Testversion Ihres neuen Browsers. Statt der von mir vermuteten Beta4 wagen sich die Redmonder diesmal jedoch mit einem ersten Release-Candidaten an den Start. Dazu passt die Meldung aus dem IEBlog, in der die Entwickler stolz auf über 200 CSS Fixes verweisen. Die positive Entwicklung kann ich bestätigen. Drüben bei Eric Eggert gibts auch eine Liste der 10 wichtigsten Neuerungen.

Wie immer in meinen IE7-Beiträgen gehe ich auch auf YAML ein. Es scheint die erste Version des IE7 zu werden, für die bei YAML keine nächtelangen Sitzungen abhalten und neue Anpassungen erstellen muss. Bereits in der Beta3 habe ich das IE-Clearing anpassen müssen (gab’s nicht als Download-Paket) und das IE-Clearing funktioniert auch im RC1 perfekt. In Verbindung mit der Beta3 gab es jedoch auch einen fiesen Bug (siehe YAML-Forum), der mich von der Veröffentlichung abhielt. Heute Abend jedoch war große Freude angesagt, denn mit dem RC1 ist dieser Fießling zum Glück wieder verschwunden. Die neue YAML-Version wird daher in wenigen Tagen folgen.

Auch in Sachen Zoomverhalten hat sich einiges getan. Bisher war der Seitenzoom des IE arg dämlich denn er schob zentrierte Layouts beim Zoomen automatisch nach rechts aus dem Fenster, weil er die Randabstände der Zentrierung mitskalierte. Hier hat sich einiges getan, auch wenn es noch nicht so sauber wie beim Opera-Seitenzoom aussieht.

Ganz bugfrei ist aber auch der RC1 noch nicht. Die Bugs auf meiner Testseite, die ich anlässlich der Beta2 erstellt hatte, sind alle noch an Bord. Und auch ein neuer (vielleicht auch ein alter, man weiß ja nie) CSS-Bug ist mir heute aufgefallen. Der Guilottine-Bug soll nach Auskunft des IEBlogs ja bereits beseitigt sein. Trotzdem hatte vorhin bei meinen Tests auf Anhieb einen kollabierenden Margin im Layout. Ich muss dafür jedoch am WE erstmal in Ruhe einen Testcase bauen. Soweit die ersten Infos, weitere werde gegebenenfalls folgen.


Mittwoch09. August 2006

Seit langem kreisen Berichte durchs Internet, nach denen sich die Betaversion des Internet Explorer 7 nicht mehr vom System löschen ließe. Um dieses beängstigende Problem generell zu vermeiden, empfehle ich seit längerem die Standalone-Lösung. Wer diese jedoch nicht kannte, muss sich unter Umständen der Aufgabe einer Deinstallation stellen, wenn er den IE6 wieder haben will. Im Normalfall gelingt die Deinstallation über die Systemsteuerung. Dabei muss unter “Software” zwingend ein Haken bei “Updates anzeigen” gesetzt sein, damit der IE7-Eintrag überhaut aufgelistet wird.

Allerdings gibt es bekanntlich auch Ausnahmen von der Regel und so scheitert die vollständige Deinstallation in einigen Fällen (wie bei mir vor einigen Wochen). Konsequenz: IE7 tot, IE6 nicht mehr da. An diesem Punkt habe ich zunächst mehrfach versucht, den IE7 oder IE6 (als Standalone von evolt.org) drüber zu bügeln - ohne Erfolg.

Der Rettungsanker war letztlich die Deinstallation und Neuinstallation des “Internet Explorers” als Windows-Komponente. Dazu einfach im Software-Fenster den Punkt “Windows-Komponente hinzufügen/entfernen” und den Internet Explorer abwählen. Das Ganze nach einem Neustart nochmal - diesmal anwählen! - und schon wird der IE6 wieder installiert.

Ich wollt’s nur mal vermerkt haben.


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