YAML
Montag16. Juli 2007

Aufgrund der Hitze nur eine Statusmeldung: Seit der Nacht von Freitag, dem 13. zum Samstag, dem 14. Juli ist die neue YAML-Website online und die Version 3 des YAML-Frameworks veröffentlicht. Die vollständige Änderungsliste findet sich wie immer im Changelog.

Gegen 15:40 Uhr hat Heise.de den Stresstest für den Server hochgefahren:

Mittlerweile ist die erste Welle durch und die Seite nach 30 minütiger Durststrecke derzeit wieder erreichbar (aber immernoch unter Vollast). Damit denke ich, ist der Release erfolgreich geschafft und ich kann mich der Hitze des heutigen Nachmittags ergeben. Wie immer bin ich gespannt auf das Feedback zur neuen Version.


Mittwoch11. Juli 2007

  ... und wieder ein paar Worte zur Motivation des großen Versionssprungs.

YAML erfreut sich bei CSS-begeisterten Nutzern seit langem großer Beliebtheit. So schön und informativ die Seite aber schon bisher für CSS-Anfänger war, so holprig war der praktische Einstieg. Das gewachsene Projekt glänzte mit einer Vielzahl von Stylesheets im CSS-Verzeichnis wobei YAML-Grundbausteine, CSS der HTML-Doku und CSS der Beispiele munter nebeneinander lagen. Für Praktiker war dieser Knoten schnell entfitzt, für Einsteiger ist es jedoch eine abschreckende Hürde. Und auch die allgemeine Kritik an YAML konzentrierte sich in der Vergangenheit zum Teil auf die große, unübersichtliche Anzahl von CSS-Dateien.

Mit diesem Wirrwarr ist nun Schuss. In YAML 3 sind die Bausteine des Frameworks und die CSS-Bausteine des Nutzers sauber von einander getrennt, dennoch wird die bekannte Arbeitsweise (Einbindung aller Bausteine über das zentrale Stylesheet) unverändert beibehalten. Im Zuge der Erstellung der englischen Dokumentation wurden auch die Ordnerbezeichnungen einem prüfenden Blick unterzogen, sodass auch hier in Zukunft mehr Klarheit herrschen wird.

In die Neustrukturierung des Download-Pakets gingen insbesondere das Feedback von Jens Grochtdreis sowie die Erfahrungen von Peter Müller (der mit den little boxes) aus seinen Fortbildungskursen zu YAML ein.  Ich arbeite bereits zu lange mit und an YAML, um die Verständnisprobleme von Anfängern immer sofort erkennen zu können - Peters Hinweise waren daher unbezahlbar. Gleiches gilt für die Hinweise von Jens, der auf YAML aus der Perspektive eines CSS-erfahrenen Anwenders blickt. Das Ganze Vorhaben erstreckte sich über 5 .. 6 Evolutionsstufen. Genau weiß ich es nicht mehr aber waren einige. Vom Ergebnis sind wir alle Drei überzeugt und obwohl es Änderungen gegenüber der Version 2.5.2 in der Ordnerstruktur gibt, wird sich jeder YAML-erfahrene Anwender sehr schnell zurecht finden.

Die Dokumentation selbst lag bisher dem Download-Paket als 1:1 Abzug der Webseite bei. In YAML 3 wird an Stelle der über 30 HTML-Einzeldokumente ein ausdruckbares und offline durchsuchbares PDF treten während online die Doku wie gewohnt in HTML-Form zur Verfügung steht. Zudem wird die Dokumentation extra zum Download angeboten. Auch hier kehrt damit etwas mehr Ruhe ein, da sich nicht jede Schreibfehlerkorrektur in einem neuen Build des Download-Pakets niederschlägt.

Für Interessenten und Käufer des Buches CSS-Layouts hat Angar Hein die passenden Worte in seiner kürzlich erschienenden Rezension des Buches im Barrierekompass gefunden:

Was, wenn Version 3.0 kommt?



Buch kaufen, lesen und umsetzen. Auch wenn Version 3.0 von YAML bereits in Arbeit ist und das Buch “CSS-Layouts – Praxislösungen mit YAML” Version 2.5.2 zur Grundlage hat, zögern Sie nicht: Die neue Version ist “nur” eine Weiterentwicklung in zahlreichen Details. Wesentliche Bestandteile des Frameworks bleiben unverändert, denn das Herz von YAML ist ein Konstrukt zur Realisierung komplexer Layouts auf Basis von Floats. Daran wird sich so schnell nichts ändern und dennoch wird vieles besser werden. Noch praxisorientierter, zum Teil schlanker – kurzum: Besser!

Ansgar hat als Beta-Tester die Entstehung der neuen Version mitverfolgt und arbeitet bereits mit YAML 3.  Soweit der Tagebuch-Eintrag für heute.


Montag02. Juli 2007

... oder “Wie alles begann!”

Jetzt, da sich die Arbeiten an der kommenden Version 3 meines (X)HTML/CSS Frameworks YAML dem Ende neigen, werde ich an dieser Stelle während der nächsten Tage ein wenig über das plaudern, was innerhalb der letzten 6 Monate hinter den Kulissen so alles geschehen ist und so diesem Blog wieder ein bisschen Leben einhauchen.

Der Startschuss für die Arbeit an YAML 3 kam Anfang März diesen Jahres eher unfreiwillig. Zu diesem Zeitpunkt war die YAML-Website im Hintergrund bereits auf einen neuen Server umgezogen und hatte - mit den Worten von Tim Taylor - etwas mehr Power bekommen. Im Klartext: Aus den ehemals statischen Webseiten, wurde eine TYPO3-Installation.

Parallel zu der Arbeit an CSS-Layouts hatte ich bereits im Sommer 2006 den Auftrag für die vollständige Übersetzung der Online-Dokumentation erteilt. Diese zog sich bis in den November hin, was mich nicht weiter störte, denn bis dahin hatte ich mit dem Buch voll zu tun. Nach verdienter Winterpause sollte daher im Februar eigentlich YAML 2.5.2 in englischer Sprache das Licht der Welt erblicken. Doch mit dem Einpflegen der englischen Inhalte bekam ich bereits Zweifel, die sich nach dem Gegenlesen von Kollegen ihre Bestätigung fanden: Diese Übersetzung war für die Tonne. Einen dicken Hals habe ich deswegen noch heute, jedoch werde ich das Thema hier nicht weiter breit treten. Fakt ist, die Doku war sprichwörtlich “lost in translation” und auch als Grundlage für eine Überarbeitung nicht zu gebrauchen. Und so stand ich Ende Februar mit leeren Händen da.

Also, auf ein Neues. Da ich eh einen neuen - und diesmal fähigen - Übersetzer suchen musste, war auch reichlich Zeit, um über YAML intensiv nachzudenken. Anfang März startete daher das Vorhaben “YAML 3”. Tolles Feedback und Ideen für die neue Version kamen dabei maßgeblich von Jens Grochtdreis, Ansgar Hein und Peter Müller, denen ich auf diesem Wege schon mal ganz herzlich danken möchte.

In den nächsten Tagen werde ich daher in loser Folge über das ein oder andere Detail berichten.


Mittwoch04. April 2007

Gerade habe ich in die Kommentare zu Gerrits Rezension meines Buches - für die ich mich hiermit herzlich bedanken möchte - geschaut und dabei ein Thema entdeckt, dem ich mich in der Vergangenheit immer wieder stellen musste, bisher jedoch keinen Blogbeitrag dazu verfasst hatte.

Stein des Anstoßes in allen Diskussionen dieser Art, die ich bisher miterleben durfte, ist die “große” Anzahl von vordefinierten DIV-Containern innerhalb der Quelltextstruktur von YAML. Die Kritik bezieht sich dabei in erster Linie auf die Schachtelungstiefe der Container bis zum eigentlichen Inhalt. Gleiches ist auch für die Grids von Yahoo zu vermuten. Ich möchte hier nicht die Quelltexte auseinander nehmen. Wer die Projekte nicht kennt, für den stehen die jeweiligen Online-Dokumentationen (Grids & YAML) bereit. Stattdessen möchte ich einige, ggf. kontroverse Thesen in den Raum werfen, um die Diskussion anzuregen.

Es stellt sich die Frage: Steht ein XHMTL/CSS-Framework (wie YAML oder Yahoo Grids) ernsthaft in Konkurrenz zu dem Ziel, schlanken Code zu erzeugen?

Den gesamten Beitrag lesen


Sonntag01. April 2007

Dass YAML sich hervorragend für die Erstellung flexibler Layouts eignet, hat sich mittlerweile - zumindest im deutschsprachigen Bereich - schon sehr weit herumgesprochen. Dass sich YAML auch über die deutschen Grenzen hinaus herumgesprochen hat, wurde mir vor kurzem so richtig deutlich.

Ich bekam eine freundliche Mail von Pralos Filo, dem Koodinator des ukrainischen KDE Entwicklerteams. Er wollte gern mein O.K. für die Einbindung von YAML in einen neuartigen Linux-Desktop. Das Projekt mit dem Namen “P.I.O.S. for all” (eine Webseite ist bereits in Vorbereitung) klingt außerordentlich spannend. Auf Grundlage eines Entwicklerzweigs des KDE-Desktops der Version 4, soll ein völlig neuer Ansatz bei dem Rendering der Oberfläche verfolgt werden, die vollständig als Weboberfläche zu verstehen ist. Die Basis der Rendering-Engine wird dabei die KHTML-Bibliothek sein, die auch Konqueror und Apples Safari (indirekt) antreibt. Dieser Desktop nutzt XML, XHTML, CSS, Javascript und XSLT. Interne Basis der Fensterroutinen soll YAML werden, da es sich für die Darstellung flexibler Inhalte bereits bestens bewährt hat. Die Dynamik wird von jquery beigesteuert. Eine erste Alpha-Version soll Ende April vorgestellt werden. Auslöser der Idee war wohl Trovsters XHTML/CSS-Version des XP-Desktops.

Welche Vorteile hat ein solcher Desktop? Er vereint die Stabilität und Effektivität aktueller Webtechnologien und erlaubt Nutzern wie Softwareentwicklern einen einfachen und direkten Eingriff in die Oberfläche. Für den Nutzer bieten sich damit ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die Wahl eines Hintergrundbildes ist in P.I.O.S. nicht mehr als kalter Kaffee. Auf diesem Desktop können sogar die Hovereffekte der Systemicons nach Belieben modifiziert werden, wenn man sich ein klein wenig mit CSS und Javascript auskennt. Für Softwareentwickler könnte der Deskop ebenfalls sehr interessant werden, weil auf diese Weise die Grenzen zwischen der Offline- und Onlinewelt bei der Erstellung von Benutzeroberflächen entgültig verschwinden. Dank CSS und der Flexibilität von YAML lässt sich der Desktop sehr leicht an unterschiedlichste Ausgabemedien vom 24’’ TFT bis hin zum PDA anpassen. Er kommt dabei mit einem Minimum an Speicherplatz aus. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bieten sich im Sektor der Unterhaltungselektronik (z.B. HiFi-Anlagen), wo grafische Benutzeroberflächen immer beliebter werden, bei gleichzeitig begrenzten Hardware-Resourcen. Und in allem mitten drin: YAML.

Sobald es Neuigkeiten zu vermelden gibt, werde ich natürlich hier weiter davon berichten, bis dahin noch ein schönes Wochenende.

Nachtrag 2. April: Vielen Dank fürs Mitmachen an alle, die wussten, was läuft und diesen Beitrag verlinkt haben. Ein fröhliches “April, April ...” an alle, die mir geglaubt haben. Übrigens, “PIOS for all” und “Pralos Filo” sind zwei Anagramme für “Aprils Fool”.


Seite 8 von 14 Seiten

« Erste  <  6 7 8 9 10 >  Letzte »