Dienstag30. November 2010

Schon zu Dresdner Zeiten war DSL für den überwiegenden Teil der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts ein unerfüllter Wunschtraum. Dann, nach Mitte 2009, ging es plötzlich irgendwie doch und wir bekamen DSL 6000. Leider war die Freude über die zwischenzeitlich halbwegs schnelle Verbindung nur von kurzer Zeit, denn wir sind in diesem Sommer nach Berlin umgezogen.

Der geneigte Leser mag sich denken: Selber schuld, wenn man bei der Wohnungssuche nicht auf die DSL-Verfügbarkeit achtet. Tja, haben wir aber als gebrannte Kinder. Und seit Juli - damals habe ich erstmals versucht, einen Internetanschluss für unsere neue Berliner Wohnung zu bestellen - hat sich der offizielle Ausbaustatus der Telekom sogar noch verbessert.

Aktuell sieht es so aus, dass wir nahezu mittig innerhalb eines vollständig mit VDSL erschlossenen Wohngebietes wohnen. Die Webseite der Telekom zeigt denn auch vor lauter Magenta kaum noch andere Farben.

Leider nützt das alles wenig, einschließlich der wirklich freundlichen Mitarbeiter des Twitterkanals @telekom_hilft, wenn der Ruf nach Problemlösung wie folgt beantwortet wird:

...

Ich habe mir mal deinen Anschluss angesehen und habe festgestellt, dass wir dir aus technischen Gründen keine VDSL Leitung bereitstellen können, da die Dämpfungswerte zu hoch sind.

Gerne hätte ich dir eine VDSL Leitung gebucht, aber das ist leider nicht möglich. Ich weiß, dass du laut dem Verfügbarkeitstool die Möglichkeit hättest. Wir möchten dir jedoch eine einwandfreie Leitung bereitstellen und das können wir mit den Werten nicht. Es tut mir leid, dass ich dir nichts anderes sagen kann.

...

So schön die Worte auch sind. Es sind mehr oder weniger die gleichen Informationen, die ich schon im September bei der ersten Absage per Telefon erhalten habe. Meine eigentliche Hoffnung beim Kontakt zu @telekom_hilft war jedoch nicht wohlformulierter Trost, sondern dass sich jemand dieses Problems annimmt. Wohl zuviel gewollt.

Und damit besteht leider die traurige Vermutung, dass sich an dieser Situation auch in nächster Zukunft nichts ändern wird. Alternativen sind leider nicht vorhanden, denn auch Kabel Deutschland hinkt mit dem Netzausbau hinterher. Und so haben wir nun vorläufig einen DSL3000 Anschluss, der zu Spitzenzeiten (diese sind irgendwo zw. 01:00 und 06:00) sogar die volle DSL3000-Geschwindigkeit bringt.

Liebe Telekom, es nervt!

 


Freitag15. Oktober 2010

Der ursprüngliche Releasebeitrag ist mittlerweile nicht mehr online, den hatte seinerzeit Jens Grochtreis am 15.10.2005 in seinem Blog veröffentlicht. Ich selbst habe mich selbst erst mit vier Tagen Verspätung getraut, in meinem Weblog darüber zu berichten, nachdem die Zugriffsstatistik und die ersten Emails auf ein verhalten positives Feedback zu meinem kleinen Layout-Tutorial schließen ließen.

Fünf Jahre ist das nun her – ein halbes Jahrzehnt. YAML war damals eines der ersten Projekte, die den Begriff CSS-Framework zur Umschreibung des zugrunde liegenden Konzepts verwendeten. Ich erinnere mich an zahlreiche, lebhafte Diskussionen über den Sinn und Unsinn eines solchen Vorhabens. Heute sind diese Diskussionen weitgehend verstummt. Das Framework wurde stetig weiterentwickelt, begleitet von zusätzlichen Werkzeugen wie dem YAML Builder und YAML Debug. Es hat sich über die Jahre eine beeindruckend hohe Akzeptanz im professionellen Webdesign erarbeitet. Aktuell gibt es Tutorials oder vorgefertigte Implementationen für mindestens 28 verschiedene Content Management Systeme, darunter einsteigerfreudige Systeme wie Joomla und Wordpress genauso wie CMS-Schwergewichte, z.B. CoreMedia CMS oder Open Text (ehemals RedDot). In den letzten beiden Runden (2008 und 2009) des Biene-Awards zur Auszeichnung barrierefreier Webseiten vertrauten zahlreiche Preisträgern auf das Framework.

Besonders beeindruckt hat mich eine URL, auf die mich gestern Abend Michael Preuß eher nebenbei aufmerksam gemacht hat: http://www.yamlchina.com. Offensichtlich hat sich im Verlauf der letzten 4 Monate in China eine begeisterte Community formiert, die eine weitgehend vollständige Übersetzung der Online-Dokumentation sowie darüber hinaus zahlreiche Anwendertutorials verfasst hat und voller Respekt auf das Original verlinkt. Es lohnt sich wirklich, die Seite mit der automatischen Übersetzungsfunktion von Google Chrome zu besuchen.

Ich möchte mich deshalb an dieser Stelle bei allen Wegbegleitern bedanken, die durch Ihre Unterstützung, ihre konstruktiven Kritik, ihre Bugmeldungen, ihre Blog- und Zeitschriftenartikel, Zuschriften und Vorträge zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Und auch nach fünf Jahren ist ein Ende der Entwicklung nicht abzusehen. Erst vorgestern ist die neue Version 3.3 online gegangen und ein erster Ausblick auf die Version 4.0, die sich parallel bereits in Entwicklung befindet, und deren Hintergründe gegeben. Es bleibt also spannend, das kann ich versprechen.


Donnerstag14. Oktober 2010

In den Abenstunden des gestrigen Tages war es endlich soweit, YAML 3.3 – das lange angekündigte und erwartete Update meines (X)HTML/CSS Frameworks ging endlich online.

Wohin geht die Reise?

Wie sich unter aufmerksamen Lesern und Barcamp-Besuchern bereits herumgesprochen haben sollte, arbeite ich seit längerer Zeit an einem Nachfolger des YAML-Builders. Mit der Veröffentlichung dieses neuen Projektes wird gleichzeitig (bzw. kurz davor) YAML 4.0 das Licht der Welt erblicken. Diese Version 4.0 ist die Basis für die Arbeit an meinem JavaScript-Projekt und daher ebenfalls schon seit längerem in der Entwicklung und reift langsam heran, allergings wird bis zur geplanten öffentlichen Betaphase noch einige Zeit ins Land gehen.

Damit einher gehen aber einige größere Veränderungen des Frameworks, die eine Abwärtskompatibilität zu dem 3er-Releasestrang unmöglich machen. Aus meiner Erfahrung dürfte das den wenigsten Nutzern weh tun, da die Mehrzahl der Entwickler einen Versionswechsel nur in Verbindung mit neuen Projekten vornimmt. Dennoch habe ich mich entschlossen, einige der für YAML 4.0 geplanten Verbesserungen in der Version 3.3 vorzuziehen, um auch den 3er-Strang zukunftsfähig und für die nächsten 2 Jahre praxistauglich zu halten.

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Dienstag27. Juli 2010

Dieser Beitrag zu Validität und ihrer Bedeutung in der aktuellen Webentwicklung liegt mir schon seit Monaten auf der Zunge. Bisher gab es immer genug Ablenkungen, ihn nicht zu schreiben. Heute ist das anders, denn heute hat mich eine Anfrage im YAML-Forum dazu gebracht, dieses Thema endlich mal wieder auf den Tisch zu bringen.

Worum geht es? Vor langer Zeit als die Welt noch schwarz-weiß ... als das Web noch jung und HTML4 Quellcode noch fürchterlich chaotisch und gefühlt frei jeglicher Stilregeln geschrieben werden konnte, da kamen einige schlaue Webschaffende auf die Idee, dass es doch ein wirklicher Fortschritt wäre, wenn sich die Entwicklergemeinde an Standards halten würde. Webstandards kamen in Mode und der Ruf nach sauberem, validem Code drang selbst in die hintersten Gassen. XHTML 1.0 war damals der große argumentative Renner, denn XHTML zwang Webentwickler zu Ordnung und Sauberkeit im Code. Tags mussten geschlossen, Attributwerte zwingend in Anführungszeichen gesetzt werden. Die jahrelange Arbeit mit XHTML hat mir zwar XML an sich kein noch so kleines Stückchen sympathischer gemacht (aufgrund seiner Fehlerintoleranz) aber es hat mich gelehrt sauberen Code zu schreiben.

Und da auch ich zu denen gehöre die Bücher veröffentlichen, um mein Wissen um HTML & CSS weiterzugeben, bin ich auch nicht ganz unschuldig an der Situation, die sich uns Entwicklern heute bietet. Seit vielen Jahren predigen wir: Validiert Euren Code! Wenn irgendetwas nicht funktioniert und Ihr jemanden nach Hilfe fragen wollt: Erst validieren – dann jemanden fragen! So oder so ähnlich liest man es in jedem CSS-Buch (und davon gibt es mittlerweile reichlich). Leider haben offensichtlich die wenigstens Autoren es bisher geschafft, den ahnungslosen Neulingen in einfachen Worten zu vermitteln, was Validität eigentlich bedeutet und was die Ausgaben der Validierungsdienste des W3C (HTML | CSS) wirklich bedeuten.

Dieser Umstand ist mir so richtig klar geworden, als ich vorhin über folgendes Foreneintrag gestolpert bin:

Hallo Zusammen!

Ich habe per CSS folgende Codes eingefügt um einen Text vertikal darzustellen. Soweit funktioniert das auch. Jedoch bei der W3C Validierung werden diese CSS Anweisungen als Fehler deklariert. Gibt es hierzu auch eine valide Möglichkeit?

Dazu wurde folgender Codeschnipsel mitgeliefert:

-webkit-transform: rotate(-90deg); 
-moz-transform: rotate(-90deg);    
-o-transform: rotate(270deg);

Ein Einsteiger präsentiert sauberes CSS3, denkt bei den Vendor-Präfixes an alle wichtigen Browser, freut sich zurecht über den Erfolg (”...Soweit funktioniert das auch…”) und wendet sich anschließend trotzdem verzweifelt an ein Forum weil der W3C-Validator ihm ein schlechtes Gewissen eingeredet hat. Das muss definitiv aufhören, denn spätestens wird das ehemalige Mantra der Pflicht-Valität zum Boomerang für uns erfahrenere Entwickler, denn hier werden die Aussagen des Validators fehlinterpretiert.

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Dienstag20. Juli 2010

Lange Zeit war es still hier im Hause Highresolution ... und immer wenn es ganz still ist, passiert plötzlich irgendwas Aufregendes. So auch jetzt, denn es stehen Veränderungen beruflicher Natur direkt vor der Tür. Ich bleibe dem Bauingenieurwesen treu, wechsle jedoch auf die Verlagsseite. Insofern kein Richtungs- aber doch ein bedeutsamer Spurwechsel.

Nach nunmehr 6 Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter zieht es mich ein wenig weg vom universitären Umfeld. Es geht zurück in die freie Wirtschaft. Seit Juli pendle ich bereits regelmäßig zwischen Dresden und Berlin, ab August übernehme ich die Chefredaktion der BAUTECHNIK, einer renomierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift für Bauingenieure beim Ernst & Sohn Verlag. Für mich ist es eine große Herausforderung in dem mir nicht fremden aber doch neuen und ungewohntem Terrain des Verlagswesens. Aber es sind schließlich die Herausforderungen, welche die tägliche Arbeit spannend und auf Dauer erfüllend machen und ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe. Damit war allerdings bereits Anfang des Jahres (als diese Entscheidung fiel) auch klar, dass meine Dissertation unter Hochdruck bis zum Sommer fertig werden musste. Damit wäre dann auch der eigentliche Grund genannt, warum hier in den letzen Monaten keine neuen Beiträge mehr erschienen. Es blieb schlicht weg keine Zeit. Auch jetzt geht noch das eine oder andere Wochenende dafür drauf, dennoch sind die größten Hürden genommen. Das Licht ist also schon sehr nahe.

Was bedeutet das alles nun für dieses Blog und YAML? Dies ist mein privates Weblog und das werde ich auch weiterhin mit meinen Gedanken zu HTML, CSS und JavaScript füllen sowie vermutlich auch den einen oder anderen Kommentar hinsichtlich des HTML5 & CSS3 Hypes hinterlassen – kurz: hier geht es weiter wie gewohnt. YAML entwickelt sich seit nunmehr fast 5 Jahren kontinuierlich weiter – ein Ende ist auch hier nicht in Sicht. Die Reife des Frameworks macht die Entwicklungsarbeit für mich allerdings etwas angenehmer denn die Releasezyklen werden naturgemäß etwas länger. Der Browsermarkt ist aktuell so richtig in Bewegung und das bedeutet, dass bei YAML diesen Fortschritten Rechnung trägt. Für die effektive Arbeit mit den grafischen Gestaltungsmöglichkeiten von CSS3 gilt es, bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen. Dass bedeutet in erster Linie, dass Alternativen zum Clearing mit der Eigenschaft overflow benötigt werden, um die Arbeit mit CSS3-Eigenschaften wie text-shadow und box-shadow weiter zu erleichtern. Daneben haben es Browserhersteller offenbar noch nicht geschafft, den neuen HTML5-Elementen einheitliche und vor allem sinnvolle Standardstyles mitzugeben. Hier wird es eine geringfügige Anpassung des Reset-Bausteins geben, der die aktuell noch vorhandenen Inkonsistenzen beseitigt. Die dritte Baustelle betrifft den Formularbaukasten. Dieser vergleichsweise noch junge Teil des YAML-Framework wird aktuell überarbeitet und soll einfacher individuell gestaltbar werden. Diese und vermutlich einige weitere Änderungen liegen aktuell in einer Version 3.3 alpha, laufen bisher prima und gehen demnächst an die ersten Tester raus. Nein – es gibt noch kein Releasedatum.

Auch in Bezug auf den YAML Builder ist Großartiges in Vorbereitung. Der eine oder andere konnte sich auf dem Barcamp Mainz im letzten November oder auf dem diesjährigen MobileCamp in Dresden bereits einen ersten Eindruck von dem verschaffen, was bereits seit längerem in der heimischen Entwicklerküche auf heisser Flamme köchelt. Natürlich musste ich auch hier eine Pause einlegen, dennoch reift das Projekt Schritt für Schritt und ich freue mich bereits darauf, hier im Blog die ersten Details verlauten lassen zu können. Lange wird es nicht mehr dauern, versprochen.


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