Sonntag,
04. März 2012

Anfang Januar, nur wenige Tage vor dem Release von YAML 4 fiel die endgültige Entscheidung darüber, in welcher Form ich zukünftig mein YAML Developer Blog betreibe. Damals, vor ca. 50 Tagen, habe ich mich für ein Experiment entschieden - eine Projektseite auf Google+.

Begeistert hat mich das soziale Netzwerk schon seit seinem Start. Ich bin mit meinem privaten Account seit Anfang an dabei und habe die Offenheit und Kommentierfreudigkeit der dortigen Community schätzen und lieben gelernt. Und obwohl ich anfangs meine Zweifel hatte, wie lange diese Euphorie wohl anhalten würde (schließlich fehlen noch immer eine gute öffentliche API und demzufolge auch Apps), bin ich bisher treu geblieben. Der zu Twitter vergleichbare Ansatz, Usern, deren Meinung man schätzt, einfach folgen zu können, führt zu einem angenehmen Klima in meiner Timeline.

Mit diesen Erfahrungen im Hinterkopf stellte sich mir Anfang Januar die Frage, wie ich beim Relaunch von YAML.de mit dem Entwicklerblog weiterverfahre. Bis dahin lief die umfangreiche, zweisprachige Website auf einer recht mühsam eingerichteten und pfegeintensiven Typo3 Installation und diese - das stand bereits fest - würde mit dem Relaunch einer Webpräsenz aus simplen statischen Seiten weichen müssen. Das alte Developer-Blog setzte auf Wordpress und damit eigentlich auf eine sehr angenehme Arbeitsumgebung. Doch es war nie wirklich erfolgreich gewesen. Einerseits sind in 4 Jahren kaum mehr als 20 Beiträge darin veröffentlicht worden, andererseits hat es auch nie eine gute Reichweite entwickelt, denn die RSS-Zugriffszahlen und Kommentare hielten sich in sehr überschaubaren Grenzen. Das waren für mich zwei gute Gründe, auch Wordpress den Laufpass zu geben und ein Experiment zu starten mit einer Projektseite bei Google+.

Die Vorteile sind dabei schnell erläutert. Der Administrationsaufwand sinkt auf ein Minimum und ich kann mich voll und ganz auf die Inhalte konzentrieren. Der Nachteil - den man immer auch im Hinterkopf haben muss - ist, ich pflege meine Inhalte nicht mehr auf meiner eigenen Domain (in meinem eigenen Haus). Für mein privates Blog wäre dieser Gedanke auch heute unvorstellbar. Für das Entwicklerblog von YAML war es bisher eine ausgesprochen gute Entscheidung.

Was ist seither passiert?

  • Ich habe 19 Blogbeiträge veröffentlicht.
  • Ich habe bisher 101 Kommentare erhalten.
  • Meine Beiträge wurden 75 Mal von anderen Nutzern geteilt,
  • und 154 Mal mit einem “+1” versehen.
  • Die Seite hat mit Stand heute 1519 Follower.

Soweit die technischen Daten. An dieser Stelle ist ein Vergleich zu Twitter interessant, denn auch dort bin ich mit dem Account @yamlcss seit Oktober 2009 aktiv und habe dort bei 143 Tweets bis heute 1897 Follower bekommen. Für mich sind beide Kanäle momentan unverzichtbar, aber es zeigt, wie rasant Google+ wächst und vor allem bin ich von der Kommentarfreudigkeit und der Gesprächskultur auf Google+ begeistert. Beides fehlt auf Twitter mehr oder minder, Twitter ist nunmal ein Push-Nachrichtenkanal, wirkliche Kommunikation stand bei diesem Dienst noch nie im Vordergrund. Und zuletzt war auch die Entscheidung, den Blog bei Google+, wie auch den Twitter-Account, in Englisch zu befüttern aus heutiger Sicht eine gute Wahl. Die Follower verteilen sich sehr gleichmäßig rund um den Globus, was mich sehr freut, denn erstmals habe ich das Gefühl, meine Zielgruppe wirklich zu erreichen.

Und das soll es als erste Einschätzung auch gewesen sein. Die ersten Schritte sind gemacht, ich fühle mich in meinem Konzept bestätigt und freue mich darauf, wie sich das Projekt in den nächsten Monaten weiterentwickelt.


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