Samstag,
27. September 2008

Am Donnerstag, dem 25.8. war für mich Weiterbildung angesagt beim Best of Accessibility Symposium 2008 in Düsseldorf. Um 6:00 in der Früh ging mein Flieger nach Düsseldorf (3:55 Uhr klingelte der Wecker) und es wurde ein toller und langer Tag. Kurz gesagt: Die Veranstaltung war einfach nur Klasse – das zeitige Aufstehen hat sich gelohnt.

Logo: Best of Accessibility Ich habe mir die Experten-Workshops gegönnt, welche über den Tag verteilt vier 90-minütige Sessions bereit hielten. Den Start machte Dirk Ginader mit einem sehr guten und mit vielen Details gespickten Vortrag zu Accessible JavaScript. Im Anschluss lieferten Martin Kliehm und Marco Zehe eine beeindruckende Session zu WAI-ARIA (Accessible Rich Internet Applications), die wirklich Lust auf mehr macht. Martin stellte den Entwicklungsstand von ARIA vor, anschließend führte Marco Zehe (Marco ist blind) verschiedene Beispiele live vor. Neben dem Vortragsteil und der Erfahrung, wie schnell Marco mit dem Screenreader arbeitet, blieb auch hier die Zeit für zahlreiche Fragen, Antworten und kleine Diskussionen.

In den Nachmittag startete Tiffany Wyatt mit einer praxisorientierten Session zur Erstellung von barrierefreien PDF-Dokumenten. Zum dritten Mal an diesem Tage empfand ich die 90 Minuten als extrem lehrreich und in diesem Workshop auch erschreckend, wie stiefmütterlich dieses Thema aktuell durch Software wie Acrobat, InDesign oder die zahlreichen Office-Suites unterstützt wird. Man merkt an allen Ecken und Kanten, dass PDF seinen Ursprung im Print hat und die Barrierefreiheit bisher lediglich ein Aufsatz ist, dessen Einbindung in den normalen Workflow noch in den Kinderschuhen steckt.

Zum Abschluss der Veranstaltung lud Ansgar Hein in seiner Session zur Diskussion der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen auf dem Gebiet der Barrierefreiheit (Stichworte: Interaktion, Ajax, CMS-Backends usw.). Die Einsteiger-Workshops waren im Übrigen nach Auskunft anderer Teilnehmer nicht weniger hochkarätig, jedoch kann ich leider nicht direkt davon berichten. Pünktlich um 17:00 waren die Workshops beendet und ich konnte noch 2 volle Stunden des gemütlichen Get-Together bei leckerem Essen, einem Bierchen und Gesprächen genießen, ehe mich leider kurz vor 19:30 ein Taxi wieder zum Flieger nach Dresden brachte. Glücklich, müde und hochzufrieden war ich Punkt 22:00 Uhr wieder zuhause.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön und Lob an Jörg Morsbach und Ansgar Hein von anatom5 für die Einladung und das überaus gelungene Symposium.


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