Freitag,
08. August 2008

Wer gelegentlich unter Windows mit dem Safari surft oder aber mit Safari/Firefox auf dem Mac im Internet unterwegs ist, wird das Problem wahrscheinlich kennen. Die Kantenglättung führt bei hohen Kontrastverhältnissen zwischen Vorder- und Hintergrund zu einem ungewöhnlich “fetten” Schriftbild. Verursacher ist wohl die CoreText-Technologie, welche Apple zur Kantenglättung in OSX einsetzt und welche auch beim Windows-Safari zum Einsatz kommt. Folgender Beitrag erklärt die Unterschiede zwischen der den Kantenglättungsverfahren von Apple und Mircosoft (Danke an Herrn Caspers für den Link).

Der linke Teil des Screenshots zeigt, was gemeint ist. Kleine und mittlere Schriftgrößen wirken so, als ob sie generell im Fettdruck gesetzt wurden. Richtig auffällig wird das beispielsweise unter Windows Vista, wenn man die Darstellung im IE7, Firefox oder Opera zum direkten Vergleich heranziehen kann.

Bekannte Bugfixes

Einige schlaue Leute haben zwei mögliche Bugfixes gefunden, die das Problem zuverlässig beseitigen. Auf Jonnotie werden beide Ansätze vorgestellt. Das Ergebnis zeigt der rechte Teil des oben gezeigten Screenshots, der mit dem Safari/Win entstand.

Text-Shadow-Methode

* { text-shadow: #000000 0 0 0px; }

Diese Methode funktioniert im Firefox und im Safari 3.

Opacity-Methode

* { opacity: 0.9999999; }

Diese Methode funktioniert laut Jonnotie auch in der Entwicklerfassung des Safari 4 und wird daher zur Anwendung empfohlen.

Vorsicht bei der Anwendung

Ich habe beide Bugfixes nochmals getestet und kann die Funktion bestätigen. Dennoch rate ich vom Einsatz in der hier gezeigten Form grundsätzlich ab. Der Grund dafür ist die Wahl des Stern-Selektors, wodurch der Bugfix pauschal auf alle Elemente des Layouts angewendet wird. Sowohl im Firefox als auch im Safari führt dieses Vorgehen zu eklatanten Performance-Einbrüchen im Rendering beider Browser. Spürbar wird das besonders, wenn man die Größe des Browserfensters ändert. Beide Browser beginnen bei Seiten mit viel Text massiv an zu ruckeln, selbst auf schnellen Dual-Core-Prozessoren. Speziell auf Notebooks mit schwachen Grafikkarten sind verstärkt Ruckler zu befürchten.

Wer also mit der Textdarstellung unzufrieden ist, und diese unbedingt korrigieren will, sollte dies mit Bedacht tun. Entscheidend für die Performance ist dabei die Größe (Höhe * Breite) der betroffenen Elemente. Ähnlich wie bei der Alpha-Transparenz von PNG-Grafiken wirken sich kleine Elemente kaum auf die Performace aus. Wird der Fix aber großflächig auf z.B. den Inhalt dieses Weblogs angewendet, wird der Performance-Einbruch sehr schnell spürbar und kann auf langsamen Rechnern/leistungsschwachen Grafikkarten (man denke an Notebooks) störend wirken.

Da es in der Regel aber nur Sinn macht, alle Elemente zu korrigieren, rate ich vom Einsatz dieses Fixes eher ab. Wer mit den betreffenden Browsern surft, dürfte sich mit dem Schriftbild arrangiert haben und die zu befüchtenden Performance-Einbrüche auf einigen Rechnern dürften bei den Besuchern eher einen schlechten Gesamteindruck der Seite hinterlassen als dass Sie die schönere Kantenglättung zu schätzen wissen.

 


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