Mittwoch,
19. Oktober 2005

Digitale Ausbelichtungen sind heutzutage die Regel. In jedem größeren Kaufhaus steht ein digitales Minilab, Abzüge digitaler Fotos sind oftmals bereits innerhalb einer Stunde machbar. Allerdings bieten die meisten dieser Minilabs, wie auch die meisten Fotofachgeschäfte, nur Abzüge bis zu einem Format von 20 x 30 cm an. Die Fotos kommen sauber aufs Format geschnitten aus der Maschine - fertig. Was aber, wenn der Wunsch nach großformatigen Ausbelichtungen erwacht?

Zum einen ist da die Suche nach einem passenden Anbieter - zur Anbieterqualität kommen wir ein anderes Mal -, zum anderen gibt es bei den Formaten einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Die nach 20 x 30 nächstgrößeren Fotoformate richten sich in der Regel am Kleinbildfomat mit dem Seitenverhältnis 2:3 aus.
  • Das Fotopapier der digitalen Minilabs kommt von der Rolle, und zwar in Breiten von 30,5 / 40,6 oder auch 50,8 cm.
  • Die digitalen Minilabs skalieren die Bildinformation passend auf die Rollenbreite des Fotopapiers.

Wenn wir diese maschinell bedingte Arbeitsweise nicht beachten, hat unsere Ausbelichtung folgende Größe:

                 
WunschformatReale Papiergröße
30x4530,5 x 45,7 cm
40x6040,6 x 60,9 cm
50x7550,8 x 76,2 cm

Damit geht die Welt nicht unter denn das bedeutet eine Vergrößerung um gerade einmal 3 Prozent. Allerdings ist es störend, wenn das Foto ohne ein Passepartout gerahmt werden soll. Dann muss das Foto auf Länge und Breite beschnitten werden. Das ist einerseits umständlich, weil wir die Maße auf der Rückseite erst anzeichnen müssen und es ist Aufwand, den wir reduzieren können.

Dazu nehmen wir uns die Bildbearbeitungssoftware unserer Wahl sowie unser Foto, welches im 2:3-Seitenformat vorliegen sollte, und stellen die Bildgröße korrekt auf das Wunschformat ein. Im Beispiel machen wir das mit dem Photoshop und wählen als Ausgabeformat 30 x 45 cm:

Anschließend gleichen wir die Übergröße der Fotopapierrolle aus indem wir an der Unterseite des Fotos einen zusätzlichen weißen Rand hinzugefügen, sodass die Bildhöhe exakt mit der Rollenbreite unseres Wunschformates übereinstimmt.

Unser Foto hat jetzt an der Unterseite einen weißen, 0,5 cm breiten Rand. Damit ist unser Foto für die Ausbelichtung vorbereitet und kann an ein Fotolabor gesandt werden.

Zurück aus dem Fotolabor erhalten werden wir genau dieses Bild mit dem eingefügten weißen Rand denn er war in unserer Bilddatei enthalten und daher von uns ja ausdrücklich gewünscht.

Doch was haben wir damit erreicht? In Längsrichtung ist das Foto bereits auf exakt 45 cm beschnitten. Uns bleibt nun nur noch die Aufgabe, den unteren weißen Rand ebenfalls sauber wegzuschneiden. Anzeichnen brauchen wir jedoch nichts mehr, schließlich ist der Rand ja deutlich sichtbar. Danach haben wir unser Foto im Wunschformat, ohne durch das Bescheiden der Übergröße des Blattformates wertvolle Bildinformationen zu verlieren. Außerdem hat sich der Aufwand für das Beschneiden reduziert, weil wir nur eine Blattseite beschneiden müssen und die Markierung dafür bereits vorhanden ist.


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