Dienstag,
28. August 2012

Im Dezember letzten Jahres habe ich bereits über meine Erfahrungen mit Sublime Text 2 geschrieben und das eine oder andere Plugin empfohlen, welches die Arbeit mit HTML/CSS und JavaScript erleichtert. Damals habe ich mich gefreut, dass ich erstmals in einem Editor unter Windows ohne größere Verrenkungen einen Linter ans Laufen gebracht habe, um meine JavaScript-Files auf problematischen Code hin überprüfen zu können. Mittlerweile ist Sublime Text 2 in der finalen Fassung 2.0.1. erhältlich und auch beim Linting ist alles mittlerweile noch viel bequemer geworden.

Das Plugin der Stunde heisst “SublimeLinter” und liefert ein Live-Linting für JavaScript, CSS und noch zahlreiche andere Sprachen und Formate (Ruby, Java, Perl). Installiert wird es sinnvollerweise über den überaus bequemen Plugin-Manager PackageControl, der alle installierten Plugins selbstständig auf dem jeweils aktuellen Stand hält (bequemer geht’s nicht mehr).

Für Mac-Nutzer war’s das bereits, Windows Nutzer müssen sich zusätzlich Node.js installieren, um in den Genuss des Live-Lintings zu kommen. Hintergrund dafür ist, dass OS X standardmäßig eine JavaScript-Engine mit an Bord hat (genannt: JavaScriptCore), während man unter diese mit Node.js nachrüsten muss. Mittlerweile ist aber auch Node unter Windows mit bequemen 2..3 Klicks einrichtet - also keine echte Hürde mehr. Dann noch ein Neustart des Editors und es kann losgehen.

Sobald man eine JavaScript-Datei geöffnet hat, arbeitet der Linter im Hintergrund. Entdeckt er einen Fehler, so wird die entsprechende Code-Zeile mit einem weißen Rahmen umrandet, wie im Screenshot zu erkennen ist. Die einzelnen Fehler lassen sich per Tastaturkürzel (Nächster Fehler: Strg+Alt+E, vorheriger Fehler: Strg+Alt+Shift+E ) ansteuern. Ist der Cursor auf der markierten Zeile, so findet man in der Statusleiste des Editors (die befindet sich üblicherweise am unteren Rand) eine Erklärung, was der Linter auszusetzen hat und in der Codezeile ist die betreffende Stelle zusätzlich mit einem weißen Unterstrich markiert. Das Überprüfen von bestehendem Code, wie auch das Schreiben von sauberem JavaScript wird damit wirklich sehr erleichtert.

Die Konfiguration des Linters ist ebenfalls - dank Sublime Text - sehr übersichtlich gelöst. Über Preferences->Package-Settings-SublimeLinter öffnet man zunächst die Datei “Settings - Default”, kopiert sich deren Inhalt und fügt sie in die - über das gleiche Menü erreichbare - “Settings - User” ein. Anschließend kann der Linter nach Herzenslust konfiguriert werden - zumal alle Optionen dokumentiert sind.


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