Freitag,
26. Oktober 2012

Präprozessoren sind seit einigen Jahren bei vielen Frontend-Entwicklern ein beliebtes Hilfsmittel, um den Arbeitsalltag zu erleichtern. Das beginnt bei einer kompakteren Schreibweise, der Möglichkeit Variablen zu verwenden, wiederkehrende CSS-Bausteine als wiederverwendbare Module zu konfigurieren, bis hin zum automatischen Zusammenfügen und Minifizieren mehrerer CSS-Dateien für den Live-Betrieb.

Heute morgen nun habe ich meine erste Portierung meines CSS Frameworks YAML in den Präprozessor Sass als öffentliche Betafassung auf Github online gestellt. Ich habe mich bemüht, den aktuellen Stand von YAML (Version 4.0.2) vollständig abzubilden. In der jetzigen Betaphase bitte ich daher Sass-affine YAML Nutzer, sich das Projekt genau anzuschauen und nach Bugs zu durchstöbern, um es so schnell wie möglich in einen stabilen Zustand zu überführen.

Langjährige YAML Nutzer brauchen übrigens keine Angst zu haben, sich jetzt auch noch zwingend mit einem CSS-Präprozessor anfreunden zu müssen. Denn das Sass-Projekt läuft parallel zu der “statischen” Variante von YAML. Wem Sass nicht schmeckt, der darf es auch in Zukunft einfach links liegen lassen.

Vorteile der Portierung?

Sass ermöglicht eine individuelle Konfiguration des Frameworks und eine einfachere Integration des Frameworks in den Sass-Workflow. Beispielhaft seien folgende Vorteile genannt:

  • Individuelle Konfiguration der base.css: Alle Core-Module können optional abgeschaltet werden.
  • Zusammenfassen und Minifizieren der verschiedenen CSS-Bausteine eines komplexen Layouts benötigt keinen separaten Arbeitsschritt mehr
  • Vertical Rhythm: Die Schriftgrößen von Überschriften und Fließtext können vollständig über Variablen konfiguriert werden. Sämtliche abhängigen Werte (Zeilenhöhe und Abstände) werden automatisch berechnet.
  • Custom Grid Generator: Über ein Sass Mixin steht ein Generator für Custom-Grids bereit.

Abschließend eine Antwort auf die Frage, warum ich mich für Sass entschieden habe: Ich halte Sass aktuell für den am weitesten entwickelten Präprozessor mit einer äußerst aktiven Community. Die seit einigen Versionen verfügbare scss-Syntax ist üblichem CSS sehr ähnlich und macht den (Wieder-)Einstieg in ein Sass-Projekt ausgesprochen unkompliziert. Und nicht zuletzt ist Compass als Ergänzung/Aufsatz auf Sass ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Präprozessoren (z.B. Less oder Stylus), welches ich in im Alltag mit Sass nicht mehr missen möchte.

Also dann: Viel Spaß mit dem neuen Projekt.


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