Freitag,
16. Januar 2009

Das Jahr ist zwar schon über 2 Wochen alt und ich bin für einen Gute-Vorsätze-Artikel verdammt spät dran, aber solch ein Artikel soll es ja auch nicht sein. Vielmehr brennen mir so einige Dinge unter den Nägeln, die ich gern Ende des Jahres als erledigt, bzw. verfügbar abhaken würde.

PNG Performance

Die Browserhersteller haben sich in 2008 fast überschlagen mit der Jagd nach der 100%-Plakette für den Acid3-Test und dem Kampf um die schnellste JavaScript-Engine. Niemand wird behaupten wollen, dass deswegen bereits alles perfekt ist aber die Fortschritte waren doch gewaltig.

Für dieses Jahr wünsche ich mir eine ähnliches Engagement in Sachen PNG-Performance. Die Verwendung von von PNG-Grafiken ist nämlich momentan die einzige Möglichkeit, alphatransparente Hintergründe zu erzeugen. Nutzt man Alphatransparenzen aber für mehr als nur für ein attraktiv über dem Layout schwebendes Logo, geht die Performance aller modernen Browser selbst auf aktuellen CPU’s extrem in den Keller. Wer es nicht glaubt, braucht nur mal 24ways.org aufzurufen und die Seite etwas scrollen und/oder zoomen. Zwar wird dort RGBa (CSS3) verwendet, um die Transparenzeffekte zu erzeugen, der Performanceeinbruch im Firefox steht dem der PNG-Nutzung aber in nichts nach.

Gerade im Bereich von Webapplikationen (ich konnte bei der Arbeit am YAML-Builder reichlich Erfahrung sammeln) ist das nur allzu oft spürbar und es schmerzt, weil sich mit Hilfe von Alphatransparenzen viele nützliche Dinge anstellen ließen. Die CSS-Eigenschaft opacity ist in vielen Fällen unbrauchbar, denn sie ist nicht auf nur auf den Hintergrund beschränkt, sondern wirkt auch auf den Content und sogar auf Childelemente.

Also, liebe Browserhersteller, wer fängt an? Wenn es zu CPU-lastig wird, dürft ihr auch gern optional auf Grafikkartenunterstützung zurückgreifen. Hauptsache es tut sich was.

Programmierer mit einem Herz für Webentwickler

Auch wenn ich persönlich noch immer auf der Suche nach einem Content-Management-System bin, welches einerseits ein anständiges Templating, Mehrsprachigkeit, Workspaces mitbringt und gleichzeitig ein logisch strukturiertes Backend und eine erträglich flache Lernkurve verspricht, hat sich doch in den letzten Jahren auf diesem Sektor viel getan. Über das Seitenlayout hat man als Entwickler fast überall die Kontrolle.

Anders sieht es bei jeglichen Erweiterungen (Plugins, Extensions ... nennt die Dinge, wie Ihr wollt) aus. In den seltensten Fällen erlebe ich es, dass hier mit Templates gearbeitet wird. Stattdessen rendern die meisten Erweiterungen Code, der alles andere als Best Practice oder gar Webstandards entspricht heraus und man muss entweder mühsam patchen oder steht am Ende des Tages doch wieder alleine da. Wie wäre es doch schön, wenn sich in Content-Management-Systemen Template-Schnittstellen durchsetzen würden, die auch für Plugins eine einfache Anpassung des Markups ermöglichen würden. Wer gern in die Tiefen von PHP abtaucht, darf dies tun, ich bevorzuge eine strikte Trennung von Programmcode und Frontentausgabe.

Daher die allgemein formulierte Bitte an Programmierer von Erweiterungen. Macht es den Anwendern Eurer Software ein kleines bisschen leichter und erlaubt das Templating der Ausgaben.


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